Die Fika ist unheimlich wichtig in Schweden. Obwohl es einiges mit dem deutschen Kaffeetrinken gemein hat, gibt es wichtige Unterschiede. Zum einen ist das der Zeitpunkt: die Förmiddagsfika gibt es, wie der Name sagt, vormittags, und zwar um 10 oder 11 Uhr. Die eigentliche Fikazeit ist aber der frühe Nachmittag, zwischen 2 und 3 Uhr. Die übliche deutsche Zeit zum Kaffeetrinken ist da später.
Was man genau bei einer Fika zu sich nimmt, wird oft frei ausgelegt, solange es kleiner als eine Hauptmahlzeit ist. Meist geht es aber um Kaffee, Tee und Kaffeestückchen, sogenannte Bullar. Das Wichtigste mit der Fika ist allerdings der soziale Aspekt und das ist es, was den Unterschied zur schlichten Nahrungsaufnahme ausmacht. Man trifft sich zur Fika.
Das Wort “fika” kommt übrigens aus der Fikonsprache, einem einfachen Kod, bei dem man die Silben von Wörtern vertauscht und fi und kon einstreut. Aus “dricka kaffe” (Kaffee trinken) wird dabei “fika drickon fiffe kakon”, wovon sich das erste Wort als eigenständiger Begriff durchgesetzt hat und v.a. als Verb gebraucht wird.
Die bestimmte Form des Substantivs, also die Fika, ist im schwedischen “fikat”, und bezeichnet das was man zu sich nimmt oder die Tätigkeit des gesellschaftlichen Kaffeetrinkens an sich. Der Platz an dem man dies tut (üblicherweise ein Café o.ä.) wird “fik” genannt, mit der bestimmten Form “fiket”, die dieser Seite ihren Namen gibt.
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hi tom,
mir ist heute etwas eingefallen, was ich dir erzählen muss.
ich habe einige zeit in rom gelebt und bin dort auf die deutsche schule gegangen. wir schüler haben so eine art slang gesprochen, der sich bei der jeweils anderen sprache mit worten belieh und sie dann zum gebrauch in der gerade genutzten fremdsprache (also der sprache, die die meisten wörter eines satzes bildete) zurecht bog.
so wurde zum beispiel aus dem italienischen fico, was übersetzt die feige sein müsste im eingedeutschten: fiket.
tschaui
(das tut zwar weh aber es passt zum thema) -
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hej tom, hur läget?
ich hoffe du hast auch so schönes wetter in uppsala!
ich bin per zufal auf deine seite gestossen und muss sagen, die sieht richtig schön aus, ja wie schweden eben;-)
ich habe selber in stockholm über zwei jahre gearbeitet und mir ist zum wort fika folgendes passiert:
“mich hat ein ingenieur angerufen mit dem satz:ska vi gå fika? ich der schwedischen sprache damals nicht mächtig, dachte doch tatsächlich, der will was von mir, an kaffee trinken habe ich niemals gedacht”;-)
zum guten glück hat er irgendwie verstanden was ich anstelle verstanden hatte und wir sind dann wirklich nur einen kaffee trinken gegangen;-)
ja, “fika, fiket…” und das verb “ficka” kann einem deutschsprachigen schon zuerst mal komisch vorkommen;-)
hade så bra!
willi
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