In Schweden ist gerade eine Diskussion im Gange, ob man eine Helmpflicht für Fahrradfahrer einfrühen soll:
Bislang gilt eine Helmpflicht lediglich für Kinder unter 15 Jahren. Während die Zahl im Strassenverkehr getöteter Kinder seit Einführung der Helmpflicht gesunken ist, bleibt sie bei erwachsenen Radfahrern unverändert. Die Strassenverkehrsbehörde rechnet damit, dass der Anteil getöteter Radfahrer durch den Helmzwang halbiert werden kann.
Man könnte das als typisch schwedische Reglierungswut sehen und argumentieren, dass es die freie Entscheidung eines jeden ist, sich dem erhöhten Risiko auszusetzen. Andererseits gibt es keinen prinzipiellen Unterschied zur Gurtpflicht in Autos, die sich bewährt hat und weitläufig akzepiert ist. In beiden Fällen gibt es wohl bestimmte Arten von Unfällen, in denen Gurt oder Helm nachteilig sind, für den Großteil der Unfälle ist der Effekt jedoch positiv.
In der Schweiz, wo zurzeit eine Helmtragpflicht für Kinder in Diskussion ist, sind die meisten verletzten und insbesondere getöteten Radfahrer Erwachsene. Wenn Schweden mit dem guten Beispiel voranginge, und dort jeder Radfahrer einen Helm tragen müsste, hätten wir mehr Chancen, diese positive Massnahme zu übernehmen. (im Gegensatz zur Strassenmaut…)
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