Veraltete Wahlauszählung

Obwohl die Wahllokale am Sonntag nach Schließung ihre vollständigen Auszählungen zur Wahlbehörde melden werden, kann das amtliche Endergebnis bis Mittwoch auf sich warten lassen. Der Grund dafür ist, dass das zentrale Auszählungssystem nur die Parteien sofort analysieren kann, die jetzt schon im Parlament vertreten sind, und somit die kleinen Parteien vorerst ignoriert werden.

Mir fällt kein technischer Grund für diese Einschränkung ein. Sollten Behörden etwa auch im hochtechnisierten Schweden mit veralteten Werkzeugen arbeiten?

Nachtrag: Wie die Platzvergabe genau abläuft kann man bei The Local (E) nachlesen. Kurz gesagt: Es ist ein Verhältniswahlrecht mit nur einer Stimme, die primär die Partei bestimmt und auch Präferenzen für einzelne Kanditaten zulässt, aber keine Überhangmandate wie in Deutschland. Es gibt eine 4%-Sperre; eine Partei kann dennoch ins Parlament einziehen, wenn sie lokal viele Stimmen bekommt, aber schwedenweit darunter bleibt.

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  1. Wofür braucht man denn eine zentrale Auszählung? Mir ist das traditionelle System dezentraler Auszählung wesentlich lieber.

    Und weils gerade halbwegs passt: Warum Wahlmaschinen böse sind, habe ich hier geschrieben:

    Klick

  2. Dein WordPress hat leider den Link wieder vernichtet. Nachgereicht

  3. Ich hab’ mich wohl unklar ausgedrückt. Stimmzettel werden natürlich in den Wahllokalen (also dezentral) gezählt. Die Ergebnisse werden and die Zentrale gemeldet und dort muss man ja aufaddieren und zusammenstellen. Und hierbei gibt es wohl Verzögerungen.

    (Sorry für die Link-Probleme. Ich muss mir das endlich mal anschauen…)

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