Das Kernkraftwerk Forsmark, an der Ostseeküste der Region Uppland gelegen, war wegen des Störfalls Ende Juli und anderer Pannen schon mehrmals Thema hier. Doch die Geschichte geht weiter.
Neulich wurden Risse in der Reaktorhülle von Forsmark entdeckt, aus denen Strahlung austrat. Unterlagen, die die vorgeschriebene regelmäßige Überprüfung belegen sollten, konnten nicht aufgetrieben werden. Außerdem wurde das Kraftwerk über einen Zeitraum außerhalb der Spezifikation unter zu hoher Last betrieben. Deswegen wird jetzt zwar ermittelt, trotzdem wirft das Ganze kein gutes Licht auf die Kontrolleure – von den Betreibern ganz zu schweigen (Monty Burns?).
Trotzdem denkt man, dass bei Forsmark ein guter Platz ist, Atommüll, endzulagern.
Noch nicht genug? Heute nacht brannte (S) nach einer Explosion in Ringhals, einem anderen schwedischen Kernkraftwerk, ein Transformator, was die Anlage stilllegte. Nachtrag: Artikel bei tagesschau.de.
Und wer jetzt denkt, deutsche Kernkraftwerke seien besser, der irrt.
Nachtrag: Um schnell wieder ans Netz gehen zu können, bekommt Ringhals einen Transformator ausgeliehen. Von Forsmark (S). Ironie? Lachen? Weinen?
Schlagworte: Energie, Forsmark, News, Schlechter, Technik
Aber, aber! Die eigenen Kraftwerke sind immer sicher, in jedem Fall sicherer als die im Ausland (diese Argumentation ist universell einsetzbar
). Und um diesen Sicherheits-Vorsprung zu wahren, dürfen wir auch den Ausstieg nicht vorantreiben, weil der uns nämlich vom technologischen Vorsprung abschneiden und von ausländischer (ergo unsicherer) Technik abhängig machen würde.Ach ja… Letztes Wochenende gab es wieder mal Sonntagsspaziergänge im Wendländischen, sehr schön.
Dennoch gehe ich davon aus, dass Gorleben über kurz oder lang zum Endlager erklärt werden wird. Störfälle hin oder her.Verhaltensmaßregeln bei Alarm vom Kernkraftwerk
Bei Alarm machen Sie folgendes
Signal „Wichtige Mitteilung": 7 Sekunden langer Ton, 14 Sekunden Stille, 7 Sekunden langer Ton usw. Signallänge: 2 Minuten....Makaberer Nachtrag : Um schnell wieder ans Netz gehen zu können, bekommt Ringhals einen Transformator ausgeliehen: vom Pannen-Reaktor in Forsmark/Sveriges Radio, gefunden bei >Fiket/das Blog aus und über Schweden…
Pingback von Das gefühlte Schweden [1] - Kernkraft « okej am 2007-11-01 um 15:43
3 Kommentare
RSS-Feed für Artikel-Kommentare
Trackback-Link: http://www.fiket.de/2006/11/14/kernkraft-risse-ueberlast-und-brand/trackback/