Schwedische Medien lachen (S) heute (E) über einen Bericht der WELT am Sonntag, in dem behauptet wurde, der damalige schwedische Ministerpräsident Göran Persson habe beim Unfall im Kernkraftwerk Forsmark letzten Juli persönlich den GAU verhindert, indem er die Erlaubnis gab, das “Wallmannventil” zu öffnen.
Persson dementiert seinen angeblichen Heldeneinsatz, denn erstens gibt es kein Ventil mit diesem Namen und zweitens geht es wohl um einen Mitarbeiter bei Forsmark, der den gleichen Namen trägt wie der ehemalige Staatschef. Ich hoffe, dass die Ursache solcher peinlichen Fehlinformationen bei der WELT liegt und nicht bei den “deutschen Regierungskreisen”, auf die man sich beruft.
Nachtrag 22.11.: Jetzt berichtet auch der Schwedische Rundfunk auf Deutsch und legt noch ein fünfminütiges Interview mit einem Vertreter der deutschen Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit bei. Hier lang.
Schlagworte: Deutschland, Forsmark, Lustig, Medien
Es gibt ein Wallmann-Ventil. Nur ist der Begriff in Schweden nicht vielleicht nicht so geläufig wie in Deutschlaand. Es ist ein Ventil, um im eines GAUs Druck aus dem Reaktor ablassen zu können. Ich weiß leider nicht, wie diese Art von Ventil offiziell heißt, aber es gibt solche Ventile auf jeden Fall. Sie wurde auf Weisung des ehemaligen Umweltministers Walter Wallmann in deutschen Kernkraftwerken eingebaut (nach Tschernobyl 1986). DAher die Namensgebung.

Grüße, sirius
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