Margot Wallström bloggt auch

Da wir gerade bei Politikern und ihren Blogs sind…

Margot Wallström ist schwedische Sozialdemokratin und seit 2004 stellvertretende Vorsitzende der Europäischen Kommission unter José Manuel Barroso. Dort ist sie bis 2009 zuständig für internationale Beziehungen und für die Kommunikationsstrategie der EU.

Zu letzterem gehört für sie auch, zu bloggen (E). Ihre Motivation dafür und den eingeschlagenen Weg, die EU bürgernäher zu machen, erläutert sie in einem Interview auf SPON.

Sollten mehr Politiker ein Blog schreiben? Ich denke schon. Das Argument des nötigen Zeitaufwandes ist zwar nicht von der Hand zu weisen, besonders wenn man über die Kommentare einen echten Dialog zulässt, aber ein solches Blog müsste ja nicht täglich gefüllt werden, um seinen Zweck zu erfüllen. Ich bin gespannt, wer in Deutschland den mutigen Anfang macht.

Danke an Olli für den Tipp.

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  1. Ich habe Margots Blog auch erst gestern entdeckt und es gleich mal bei mir verlinkt, weil ich mit der EU-Kommissarin sympathisiere. Außerdem schreibt sie auf Englisch. Der erste Politiker, der die Neuen Medien in Schweden konsequent nutzte, war meines Wissens nach der jetzige Außenminister Carl Bildt, der Mitte/Ende der 90er Jahre, damals noch Beauftragter der UNO für das ehemalige Jugoslawien, seinen Wochenbrief per E-Mail verschickte.

    Aber nun habe ich mich gefragt, ob es wirklich keinen deutschen Polit-Promi gibt, der bloggt. In Schweden sind es wahrlich viele. Ich hätte eigentlich vermutet, dass Anna Lührmann von Bündnis 90/DIE GRÛNEN bloggt, aber auf ihrer Webseite gibt es zwar ein MOBLOG, aber es sind einfach zu wenige Einträge im letzten Jahr, um das ernsthaft Blog zu nennen (http://www.anna-luehrmann.de). Guido Westerwelle war mein zweiter Versuch, aber ich finde nichts dergleichen bei ihm.

    DIE LINKE macht einen wöchentlichen Podcast unter http://www.linksfraktion.de/podcast.php, aber weder Gregor noch Oskar bloggen.

    Die CDU hat ein Parteiweblog, das aber laut eigener Auskunft nur zu Wahlkampfzeiten online ist.

    Die SPD blogt fraktionsweise, aber selbst im Team viel zu sporadisch, um ernst genommen werden zu können. ¨

    In der Tat ein Manko und eine versäumte Chance in den Zeiten von Web 2.0.

  2. Versäumte Chance wohl noch nicht. Das kommt mit dem nächsten Wahlkampf. Sobald einer der “großen” mit so etwas anfängt und Erfolg hat, werden mehr aufspringen.

    Glaubt
    Thomas

  3. In den letzten Wahlkämpfen gab es schon Blogs. Die fand ich aber eher langweilig.

    Regelmäßig lese ich Henning Schürigs Blog (http://www.henningschuerig.de/blog). Er war Grüner Kandidat für den Baden-Württembergischen Landtag, ist aber noch näher an der Basis als die von Rainer genannten Personen.

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