Heute ist in Schweden Semmeldagen, der Semmeltag. Mit “Semmeln” sind aber nicht einfache Brötchen gemeint, sondern das schwedische Pendant zum Krapfen oder Berliner. Letztere bekommt man hier auch das ganze Jahr über, semlor werden aber bevorzugt an den Dienstagen rund um den heutigen gegessen – eben wie Krapfen zur Faschingszeit in Deutschland.
Es gibt wichtige Unterschiede zwischen Semmeln und Krapfen: Semmeln sind zwar auch aus Hefeteig, aber größer und nicht frittiert. Anstatt mit Marmelade sind sie mit Mandelmasse gefüllt, was den Nachteil mit sich bringt, dass sie nach Marzipan schmecken. Außerdem ist der “Deckel” aufgeschnitten und wird auf den Berg Sahne über der Füllung gelegt (siehe Bild).
Dass der Semmeltag gerade heute ist, ist kein Zufall, denn morgen ist Aschermittwoch und da begann schließlich früher die Fastenzeit. Da man sich davor noch einmal richtig den Magen füllte, nennt man den Semmeltag auch Fettisdag (“fetter Dienstag”). Wie so oft ist der christliche Ursprung der Feierlichkeit den Schweden aber ziemlich egal und nicht wenige sehen heute als den Beginn der Semmelsaison, die sich auf die kommenden Dienstage erstreckt.
Schlagworte: EssenTrinken, Kalender, Kultur
How many times do I have to explain this? Semlor are NOT at all like Krapfen or Berliner!!! Falsch falsch falsch. The only similarity is that both are made out of dough – but not the same dough! and that both are vaguely round in shape. But then again, so are many things.
(Sorry Thomas, I won’t give up on this one!)Mmmmhh… das schaut lecker aus.
Wer postet bitte das Rezept?
mandelmassa = Marzipan
Mandelmasse ist im Duden nicht präsent.
Mir ist auch nicht bekannt, ob unter dem Namen “Mandelmasse” irgendetwas zu deutschen Landen handelsüblich ist. Alles was ich kenne (das muß aber nichts heißen), ist Marzipanrohmasse. Diese muss auf alle Fälle noch verbacken werden – und um diese geht es nach meiner Einschätzung.
Ich halte es für küchentechnisch fatal unter Mandelmasse so etwas wie fein vermahlene oder gehackte Mandeln zu verstehen. Das Ergebnis dürfte
ein Betonklotz an Stelle einer lockeren Semla sein.Hej då hälsar Knäcke
hej hej Ihr Backexperten …
Gemahlene Mandeln plus Puderzucker (und evtl. Gluckose bzw. Eiweiß) ... das sind die Rohstoffe des Marzipans. Wenn man das zusammenmischt und eine Weile (einige Tage bis Wochen) ruhen lässt, wird daraus Marzipan.
Bei uns, in Deutschland fügt man teilweise noch ein wenig Rosenölessenz hinzu (was schon das ganze Geheimnis des berühmten Lübecker Marzipans ist); aber trotz allem bleibt: Mandel+Zucker=Marzipan.
Der Gluckosesirup macht das ganze dann etwas weicher im Geschmack, und die im Rezept aufgeführte Milch/Sahne macht es geschmeidiger, obwohl das bei sehr frischem Marzipan aus guten Mandeln nicht unbedingt nötig ist, das ist von Natur aus recht weich und nicht beton hart.
Und wenn man die richtigen Mengenverhältnisse hat, dann ist es auch nicht zuckersüß. Normalerweise ist die Mischung von Zucker und Mandeln 50/50, aber man kann auch zugunsten der Mandeln verschieben, dann wird es weniger süß und schmeckt etwas mehr nach Mandel – wahrscheinlich machen die Schweden es so.
Ach ja und Marzipanrohmasse ist schlicht die fertige Mischung aus Zucker und Mandeln abzüglich der Zeit, die sie braucht, um zu Marzipan zu werden. Backen kann das beschleunigen, aber es geht an einem warmen trocken Ort auch ohne dieses.
Grüße
KayPS: Ach so und übrigens, Persipan (billiger Marzipanersatz) ist aus Nüssen und Zucker – falls sich das schon mal wer gefragt hat.
Da muß ich doch jetzt auch mal was zu sagen:
Also Persipan wird nicht aus Nüssen sondern aus Aprikosenkernen hergestellt. Die Nüsse – also Haselnüsse finden sich dagegen im dunklen Nougat. Das gibt es in weicher Form auch als Brotaufstrich.
Zum Nachlesen:
“http://de.wikipedia.org/wiki/Persipan”
“http://de.wikipedia.org/wiki/Nougat#Dunkler_Nougat”LG, Tiger
Pingback von Aus aktuellem Anlass | Delengkal Weblog am 2010-02-15 um 18:10

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