Ich war gestern mit Kollegen auf ein Bier nach der Arbeit in einem neuen irischen Pub hier in Uppsala. Obwohl es erst früher Abend war, war es voll. Auf meine Frage, ob denn ein Tisch frei wäre, wurde ich zuallererst gebeten, die Frage doch bitte auf Englisch zu wiederholen. Es wurde im Laufe des Abends klar, dass kaum einer vom Personal Schwedisch konnte. Das tat der Beliebtheit des Lokals offenbar keinen Abbruch und wurde auch von Tischen, an denen nur Schweden saßen, nicht als seltsam empfunden.
Erst später kam mir der Gedanke, dass eine Kneipe, in der die Bedienungen und der Chef kein Deutsch sprechen, in Deutschland nicht funktionieren würde. Oder irre ich da?
Lustig, in der Schweiz ist es ziemlich üblich, dass das Personal in Pubs nur Englisch spricht. Das spricht natürlich die vielen angelsächsischen Einwohner an, die am Feierabend gerne ein bisschen in Heimatgefühlen schwelgen. Die Einheimischen machen meist mit und sehen das Ganze eher spielerisch. In den letzten Jahren übt sich das Personal aber vermehrt in Nachsicht, wenn auch Deutsch bestellt wird. Mittlerweile gibt es schon spannende Neuschöpfungen à la “I hätt gärn e half pint of Guinness” ; )
lg w
gibts wie Sand am Meer, diese Irish Pubs in Deutschland. Nicht zuletzt wegen der britischen Stationierungsgeschichte etc pp.. Die Pubtradition pulsiert in diesen Läden absolut. Auch das Mehrheitsenglisch
Aber reines Englisch ohne ein Wort Deutsch? Tja, glaub dann doch, dass man immer eins zwei Wörter Deutsch als Kellner versteht. Sollte man zumindest.
Nun ja.
7 Kommentare
RSS-Feed für Artikel-Kommentare
Trackback-Link: http://www.fiket.de/2007/03/03/der-neue-pub/trackback/