Ein kleiner Nachtrag zu vorgestern.
Es scheint, als ob sich zumindest die schwedischen Richter den populistischen Forderungen von Politikern widersetzen. Eine Untersuchung ergab, dass sehr oft Strafen verhängt werden, die im unteren Bereich des möglichen Maßes liegen. Natürlich findet das die Justizministerin gleich gar nicht gut. (S)
Ein weiteres schönes Beispiel für übertriebene Wortwahl fand ich hier. Da ist von einer “Klotterattack” die Rede, also einem Graffiti-Angriff! Dramatisch, nicht? Die drei Sprayer, die den Marktplatz hier in Uppsala aufpeppen wollten, wurden auch gleich verhaftet. Klotter ist wohl eines der wenigen Worte, die im Schwedischen härter klingen als im Deutschen.
Fabian macht sich auch Gedanken zum Thema und ich stimme ihm voll zu, dass man sich oft wie in einem permanenten Sommerloch vorkommt. Vielleicht liegt es daran, dass ich nach fünf Jahren immer noch aufmerksam die deutschen Nachrichten verfolge.
Schlagworte: Kriminalität, Medien, News, Uppsala
Ich wohne seit zwölf Jahren in Schweden, und dennoch: die deutschen Nachrichten gehören immer noch zu den wichtigsten. Dazu gehören nicht nur die Tagesschau (nur an Wochenenden, wenn ich zuhause bin), sondern auch die entsprechenden Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen. Und was die weltweiten Themen betrifft, gibt es keine bessere Quelle als gerade “Die Zeit”. Schwedische Medien – mit Ausnahme von DN und SDvD – sind hier geradezu dürftig.
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