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	<title>Comments on: Statistiken, Statistiker und Vergleiche</title>
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	<description>das Blog aus und über Schweden</description>
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		<title>By: Size matters &#171; Pladder</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19919</link>
		<dc:creator>Size matters &#171; Pladder</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 13:38:26 +0000</pubDate>
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		<description>[...] in Deutschland aus Schweden gesehen, Blick nach Deutschland bei 3:38 nachmittags von solanus Hier  diskutieren einige Leute &#252;ber die Frage, ob schwedische Verh&#228;ltnisse auf deutsche &#252;bertragbar [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] in Deutschland aus Schweden gesehen, Blick nach Deutschland bei 3:38 nachmittags von solanus Hier  diskutieren einige Leute &#252;ber die Frage, ob schwedische Verh&#228;ltnisse auf deutsche &#252;bertragbar [...]</p>
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		<title>By: burkhard</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19904</link>
		<dc:creator>burkhard</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 12:32:13 +0000</pubDate>
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		<description>Oops, das wurde wohl gekappt. Bitte vorherigen Eintrag l&#246;schen. Zweiter Versuch: 

Thomas, wir m&#252;ssen hier h&#246;llisch aufpassen, hinreichende und notwendige Bedingungen nicht durcheinanderzuwerfen. Ich wollte nicht sagen, dass Gr&#246;&#223;e eine Ursache (i.S.v. *hinreichende* Bedingung) f&#252;r Gemeinschaftssinn ist – nirgendwo auf der Skala. Du kannst zwei Leute auf einer einsamen Insel aussperren, und dennoch kann es passieren, dass sie sich auf den Tod nicht ausstehen k&#246;nnen. 

Meine These ist vielmehr, dass Gr&#246;&#223;e eine *notwendige Vorbedingung* ist, um einige der wichtigsten Bedingungen f&#252;r den Gemeinschaftssinn zu erreichen. Sehr, sehr vereinfacht hei&#223;t das f&#252;r meine Beispiele: 

Gemeinschaftssinn: Leben f&#252;reinander geben.
Bedingung: Liebe, extrem enge emotionale Bindung.  (Ob, was ich unter ‚Bedingung’ schreibe, jeweils auch hinreichend ist, lasse ich mal dahingestellt - ist f&#252;r mein Argument auch nicht wichtig)
Notwendige Vorbedingung ‚Gr&#246;&#223;e’ f&#252;r diese Bedingung: Maximal ein paar Menschen. Der Mensch kann nur zu einer sehr begrenzten Menge anderer Menschen eine so enge Liebesbeziehung aufbauen.

Gemeinschaftssinn: Kein Privateigentum - jeder arbeitet f&#252;r 100% in eine gemeinsame Kasse
Bedingung: Hinreichende Kontrollmechanismen, dass jeder einen fairen Beitrag leistet. Starker Gruppenf&#252;hrer, enge gegenseitige Kontrolle, wirksame Bestrafungsmechanismen, wirksame Gruppenbildungs-Mechanismen.
Notwendige Bedingung Gr&#246;&#223;e: Kleine, eng gef&#252;hrte Gruppe mit weniger als 100 Leuten. Schon bei einer Gruppe von 500 Leuten werden es immer Faulpelze geben, die ‚nicht mitmachen’, was &#252;ber kurz oder lang den ‚Geist’ der Gruppe zerst&#246;rt. 

Gemeinschaftssinn: Jeder investiert einen gewissen Teil seiner Zeit und Energie, sagen wir 5%, in Gemeinschaftseigentum.
Bedingung: Jeder kennt praktisch jeden. Eine gewisse Form von Teilnahme am Gruppenleben, aber auch gegenseitiger Kontrolle, die man auf dem Dorf findet, aber nicht in der Stadt. 
Notwendige Vorbedingung Gr&#246;&#223;e: Der Mensch kann nur ein paar hundert Leute aktiv kennen. Sind zu viele Fremde dazwischen, geht dieser Gemeinschaftssinn fl&#246;ten. 

Gemeinschaftssinn: Aktive Teilnahme und Aufrechterhalten einer Wertegemeinschaft 
Bedingung: Ein gewisses Ma&#223; an Gemeinsamkeiten, das dem Einzelnen Vertrauen und Wohlf&#252;hlfaktor genug gibt, mit dem anderen in der Wertegemeinschaft zusammenzuarbeiten. Motto: „Ich kenne dich nicht, aber du sprichst meinen k&#246;lschen Dialekt, kleidest dich wie ich, hast eine nette Familie und bist berufst&#228;tig wie ich. Ja, mit dir h&#228;tte ich Lust, gemeinsam im K&#246;lner Karnevalsverein das lokale Brauchtum zu pflegen. Wenn du dagegen ruml&#228;ufst wie im Mittelalter, deine Frau als dein Eigentum betrachtest, meine Sprache kaum sprichst und beruflich erfolglos bist, fehlt mir diese Vertrauensbasis.“
Notwendige Vorbedingung Gr&#246;&#223;e: Du hast schon recht, Thomas, auf dieser Stelle meiner Skala ist das Gr&#246;&#223;enargument schwieriger. Bisher sind die Gr&#246;&#223;en-Argumente noch zwingend: Ein Mensch kann nur eine begrenzte Zahl anderer lieben, vertrauen, kennen. Ganz so zwingend ist die Gr&#246;&#223;e nicht mehr, wenn man von einer Gemeinschaft von einander Fremden spricht. Dennoch finde ich, ‚size matters’ auch hier, und zwar aus zwei Gr&#252;nden: 

Erstens findet man auch in Millionen-Gr&#246;&#223;enordnungen noch genug Beispiele daf&#252;r, dass eine Vergr&#246;&#223;erung die Heterogenit&#228;t weiter erh&#246;ht und damit die Bedingungen f&#252;r Gemeinschaft torpediert. Zum Beispiel spielt bei einem Fu&#223;ballfanclub die Begrenzung auf eine Stadt eine Rolle: ‚unsere Jungs, die uns stolz auf unsere Stadt machen...’ Daher hat die Fanloyalit&#228;t zum lokaleren FC 1860 M&#252;nchen eine Qualit&#228;t, die einem globaleren FC Bayern einfach fehlt. Allein dadurch, dass du den Verein vergr&#246;&#223;erst, nimmst du ihm viel von seiner Gemeinschafts-Klebkraft. (Dies Problem ist nicht unl&#246;sbar und kann kompensiert werden, aber ein Vereinsmanager sollte sich dessen bewu&#223;t sein, mehr sage ich ja gar nicht.) – Ein anderes Beispiel: Die Loyalit&#228;t von Leuten zur EU sinkt, seit Rum&#228;nien dabei ist. Ob zu recht oder nicht, aber viele Leute finden, dass den Rum&#228;nen derzeit die Wertebasis fehlt (Korruption usw.), um mitzumachen. So besteht die Gefahr, dass das Hinzunehmen des ‚anderen’ Rum&#228;niens den Zusammenhalt der restlichen EU schw&#228;cht. Wichtig ist dabei, was die Leute denken, nicht, wie es tats&#228;chlich ist. 

Zweitens gibt es auch bei Millionen z&#228;hlenden Gruppen noch interessante Skaleneffekte, da typischerweise immer schon *Minderheiten* ausreichen, um Gemeinschaft zu gef&#228;hrden. Nehmen wir an, in einem Volk von 1 Million Menschen leben 1 % Sympathisanten der extremen Rechten, das sind 10.000 Menschen. Im Grunde k&#246;nnen die nicht viel ausrichten. Nun nehmen wir 1 % eines Volkes von 10 Millionen, das sind schon 100.000 Leute. Ich behaupte, die haben Ressoucen, um in diesem Land erheblich mehr Schaden anzurichten, obwohl es prozentual nicht mehr sind. (Ich k&#246;nnte jetzt argumentieren, warum, aber dann wird dieser Post noch l&#228;nger...) Minderheiten k&#246;nnen in Bezug auf Gemeinschaftlichkeit viel Schaden bewirken, und durch meine Begrenzung auf 1% Rechter bin ich mal schnell zwei Gr&#246;&#223;enordnungen auf meiner Skala runtergerutscht und wieder in einem Bereich gelandet, wo Gr&#246;&#223;e zum entscheidenden Faktor wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oops, das wurde wohl gekappt. Bitte vorherigen Eintrag l&#246;schen. Zweiter Versuch: </p>
<p>Thomas, wir m&#252;ssen hier h&#246;llisch aufpassen, hinreichende und notwendige Bedingungen nicht durcheinanderzuwerfen. Ich wollte nicht sagen, dass Gr&#246;&#223;e eine Ursache (i.S.v. <strong>hinreichende</strong> Bedingung) f&#252;r Gemeinschaftssinn ist – nirgendwo auf der Skala. Du kannst zwei Leute auf einer einsamen Insel aussperren, und dennoch kann es passieren, dass sie sich auf den Tod nicht ausstehen k&#246;nnen. </p>
<p>Meine These ist vielmehr, dass Gr&#246;&#223;e eine <strong>notwendige Vorbedingung</strong> ist, um einige der wichtigsten Bedingungen f&#252;r den Gemeinschaftssinn zu erreichen. Sehr, sehr vereinfacht hei&#223;t das f&#252;r meine Beispiele: </p>
<p>Gemeinschaftssinn: Leben f&#252;reinander geben.<br />
Bedingung: Liebe, extrem enge emotionale Bindung.  (Ob, was ich unter ‚Bedingung’ schreibe, jeweils auch hinreichend ist, lasse ich mal dahingestellt &#8211; ist f&#252;r mein Argument auch nicht wichtig)<br />
Notwendige Vorbedingung ‚Gr&#246;&#223;e’ f&#252;r diese Bedingung: Maximal ein paar Menschen. Der Mensch kann nur zu einer sehr begrenzten Menge anderer Menschen eine so enge Liebesbeziehung aufbauen.</p>
<p>Gemeinschaftssinn: Kein Privateigentum &#8211; jeder arbeitet f&#252;r 100% in eine gemeinsame Kasse<br />
Bedingung: Hinreichende Kontrollmechanismen, dass jeder einen fairen Beitrag leistet. Starker Gruppenf&#252;hrer, enge gegenseitige Kontrolle, wirksame Bestrafungsmechanismen, wirksame Gruppenbildungs-Mechanismen.<br />
Notwendige Bedingung Gr&#246;&#223;e: Kleine, eng gef&#252;hrte Gruppe mit weniger als 100 Leuten. Schon bei einer Gruppe von 500 Leuten werden es immer Faulpelze geben, die ‚nicht mitmachen’, was &#252;ber kurz oder lang den ‚Geist’ der Gruppe zerst&#246;rt. </p>
<p>Gemeinschaftssinn: Jeder investiert einen gewissen Teil seiner Zeit und Energie, sagen wir 5%, in Gemeinschaftseigentum.<br />
Bedingung: Jeder kennt praktisch jeden. Eine gewisse Form von Teilnahme am Gruppenleben, aber auch gegenseitiger Kontrolle, die man auf dem Dorf findet, aber nicht in der Stadt. <br />
Notwendige Vorbedingung Gr&#246;&#223;e: Der Mensch kann nur ein paar hundert Leute aktiv kennen. Sind zu viele Fremde dazwischen, geht dieser Gemeinschaftssinn fl&#246;ten. </p>
<p>Gemeinschaftssinn: Aktive Teilnahme und Aufrechterhalten einer Wertegemeinschaft <br />
Bedingung: Ein gewisses Ma&#223; an Gemeinsamkeiten, das dem Einzelnen Vertrauen und Wohlf&#252;hlfaktor genug gibt, mit dem anderen in der Wertegemeinschaft zusammenzuarbeiten. Motto: „Ich kenne dich nicht, aber du sprichst meinen k&#246;lschen Dialekt, kleidest dich wie ich, hast eine nette Familie und bist berufst&#228;tig wie ich. Ja, mit dir h&#228;tte ich Lust, gemeinsam im K&#246;lner Karnevalsverein das lokale Brauchtum zu pflegen. Wenn du dagegen ruml&#228;ufst wie im Mittelalter, deine Frau als dein Eigentum betrachtest, meine Sprache kaum sprichst und beruflich erfolglos bist, fehlt mir diese Vertrauensbasis.“<br />
Notwendige Vorbedingung Gr&#246;&#223;e: Du hast schon recht, Thomas, auf dieser Stelle meiner Skala ist das Gr&#246;&#223;enargument schwieriger. Bisher sind die Gr&#246;&#223;en-Argumente noch zwingend: Ein Mensch kann nur eine begrenzte Zahl anderer lieben, vertrauen, kennen. Ganz so zwingend ist die Gr&#246;&#223;e nicht mehr, wenn man von einer Gemeinschaft von einander Fremden spricht. Dennoch finde ich, ‚size matters’ auch hier, und zwar aus zwei Gr&#252;nden: </p>
<p>Erstens findet man auch in Millionen-Gr&#246;&#223;enordnungen noch genug Beispiele daf&#252;r, dass eine Vergr&#246;&#223;erung die Heterogenit&#228;t weiter erh&#246;ht und damit die Bedingungen f&#252;r Gemeinschaft torpediert. Zum Beispiel spielt bei einem Fu&#223;ballfanclub die Begrenzung auf eine Stadt eine Rolle: ‚unsere Jungs, die uns stolz auf unsere Stadt machen&#8230;’ Daher hat die Fanloyalit&#228;t zum lokaleren FC 1860 M&#252;nchen eine Qualit&#228;t, die einem globaleren FC Bayern einfach fehlt. Allein dadurch, dass du den Verein vergr&#246;&#223;erst, nimmst du ihm viel von seiner Gemeinschafts-Klebkraft. (Dies Problem ist nicht unl&#246;sbar und kann kompensiert werden, aber ein Vereinsmanager sollte sich dessen bewu&#223;t sein, mehr sage ich ja gar nicht.) – Ein anderes Beispiel: Die Loyalit&#228;t von Leuten zur EU sinkt, seit Rum&#228;nien dabei ist. Ob zu recht oder nicht, aber viele Leute finden, dass den Rum&#228;nen derzeit die Wertebasis fehlt (Korruption usw.), um mitzumachen. So besteht die Gefahr, dass das Hinzunehmen des ‚anderen’ Rum&#228;niens den Zusammenhalt der restlichen EU schw&#228;cht. Wichtig ist dabei, was die Leute denken, nicht, wie es tats&#228;chlich ist. </p>
<p>Zweitens gibt es auch bei Millionen z&#228;hlenden Gruppen noch interessante Skaleneffekte, da typischerweise immer schon <strong>Minderheiten</strong> ausreichen, um Gemeinschaft zu gef&#228;hrden. Nehmen wir an, in einem Volk von 1 Million Menschen leben 1 % Sympathisanten der extremen Rechten, das sind 10.000 Menschen. Im Grunde k&#246;nnen die nicht viel ausrichten. Nun nehmen wir 1 % eines Volkes von 10 Millionen, das sind schon 100.000 Leute. Ich behaupte, die haben Ressoucen, um in diesem Land erheblich mehr Schaden anzurichten, obwohl es prozentual nicht mehr sind. (Ich k&#246;nnte jetzt argumentieren, warum, aber dann wird dieser Post noch l&#228;nger&#8230;) Minderheiten k&#246;nnen in Bezug auf Gemeinschaftlichkeit viel Schaden bewirken, und durch meine Begrenzung auf 1% Rechter bin ich mal schnell zwei Gr&#246;&#223;enordnungen auf meiner Skala runtergerutscht und wieder in einem Bereich gelandet, wo Gr&#246;&#223;e zum entscheidenden Faktor wird.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Thomas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19729</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 22:27:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/#comment-19729</guid>
		<description>Burkhard: Sicher spielt Gr&#246;&#223;e eine Rolle, auf den Skalen, die zu Anfang beschreibst (sehr sch&#246;ne Beispiele &#252;brigens).

Es ist der letzte Schritt, der mir nicht einleuchtet. Von den &quot;paar Millionen&quot;, die ja laut dir noch ein Gemeinschaftsgef&#252;hl haben k&#246;nnen, zu den zig Millionen Deutschen, die es wegen fehlender Gemeinsamkeiten verloren haben.

H&#228;ngt dieses Fehlen jetzt mit der Gr&#246;&#223;e zusammen, oder ist es gerade einer der anderen wichtigen Unterschiede, die man auch beachten muss, aber die andere Ursachen haben? Wenn sich nur ein Land f&#228;nde, dass mehr Gemeinschaftssinn als Schweden aber zehnmal so viele Einwohner hat, w&#252;rde Gr&#246;&#223;e als Faktor ausscheiden, oder?

Ich finde die sprachlichen usw. Unterschiede, die du anf&#252;hrst, sind nicht notwendigerweise an die Bev&#246;lkerungszahl gekoppelt, sondern da spielen z.B. Einwanderungs- und Integrations- und Schulpolitik mit hinein.

Zusammengefasst: Ist die Bev&#246;lkerungszahl auf Skalen &#252;ber 1 Mio. noch die _Ursache_ f&#252;r mehr Unterschiede, oder ist sie einer von vielen (anders begr&#252;ndeten) Unterschieden, die nebeneinander betrachtet werden m&#252;ssen?

Vielleicht verstehe ich es einfach nicht, aber der Kausalzusammenhang scheint mir nicht zwingend. In einer Gesellschaft kann Gemeinschaftssinn mit der Zeit zu- und abnehmen ohne dass die Bev&#246;lkerung merklich schrumpft oder w&#228;chst, weswegen andere Faktoren wichtiger sein sollten als die Gr&#246;&#223;e allein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Burkhard: Sicher spielt Gr&#246;&#223;e eine Rolle, auf den Skalen, die zu Anfang beschreibst (sehr sch&#246;ne Beispiele &#252;brigens).</p>
<p>Es ist der letzte Schritt, der mir nicht einleuchtet. Von den &#8220;paar Millionen&#8221;, die ja laut dir noch ein Gemeinschaftsgef&#252;hl haben k&#246;nnen, zu den zig Millionen Deutschen, die es wegen fehlender Gemeinsamkeiten verloren haben.</p>
<p>H&#228;ngt dieses Fehlen jetzt mit der Gr&#246;&#223;e zusammen, oder ist es gerade einer der anderen wichtigen Unterschiede, die man auch beachten muss, aber die andere Ursachen haben? Wenn sich nur ein Land f&#228;nde, dass mehr Gemeinschaftssinn als Schweden aber zehnmal so viele Einwohner hat, w&#252;rde Gr&#246;&#223;e als Faktor ausscheiden, oder?</p>
<p>Ich finde die sprachlichen usw. Unterschiede, die du anf&#252;hrst, sind nicht notwendigerweise an die Bev&#246;lkerungszahl gekoppelt, sondern da spielen z.B. Einwanderungs- und Integrations- und Schulpolitik mit hinein.</p>
<p>Zusammengefasst: Ist die Bev&#246;lkerungszahl auf Skalen &#252;ber 1 Mio. noch die <em>Ursache</em> f&#252;r mehr Unterschiede, oder ist sie einer von vielen (anders begr&#252;ndeten) Unterschieden, die nebeneinander betrachtet werden m&#252;ssen?</p>
<p>Vielleicht verstehe ich es einfach nicht, aber der Kausalzusammenhang scheint mir nicht zwingend. In einer Gesellschaft kann Gemeinschaftssinn mit der Zeit zu- und abnehmen ohne dass die Bev&#246;lkerung merklich schrumpft oder w&#228;chst, weswegen andere Faktoren wichtiger sein sollten als die Gr&#246;&#223;e allein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: burkhard</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19691</link>
		<dc:creator>burkhard</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 18:15:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/#comment-19691</guid>
		<description>Hallo Thomas, 

Meine Ansicht ist so ziemlich das Gegenteil von Deiner. Ich halte Gruppengr&#246;&#223;e f&#252;r einen entscheidenden Aspekt. Schon ein Faktor 2 kann entscheidend sein, von einem Faktor 9 ganz zu schweigen. 

Dass ab einer gewissen Gruppengr&#246;&#223;e alle Ansichten vorhanden sind, mag ja sein. Aber das sagt noch nichts dar&#252;ber aus, ob Menschen die Bereitschaft haben, sich einer Gruppe unterzuordnen bzw. zur Gemeinschaft freiwillig beizutragen.  

Was h&#228;lst Du von folgender These:

Zwei bis drei Menschen k&#246;nnen eine solch innige Gemeinschaft haben, dass sie f&#252;reinander ihr Leben geben w&#252;rden. 

Sozialismus / kein Privateigentum klappt bis zu einer Gr&#246;&#223;e von ca. 70 Personen. Die einzigen mir bekannten, &#252;ber viele Jahrhunderte gut funktionierenden Gemeinschaften ohne Privateigentum waren die Hutterer oder Amish People. Das klappte, weil es eine eiserne Regel ihrer Gemeinschaften ist, sich ab ca. 70-80 Personen in zwei Gruppen aufzuspalten. 

In einem Dorf auf dem Land (sagen wir 1000 Leute) ist es noch m&#246;glich, in Gemeinschaftsleistung z.B. eine Dorfhalle zu bauen – jeder macht mit, jeder gibt etwas dazu, es gibt keine komplizierte gegenseitige ‚Leistungsabrechnung‘. Bei 5000 Leuten klappt das schon nicht mehr. (Dazu kenne ich konkret ein Beispiel). Da jeder jeden kennt, gibt es noch ein gewisses Vertrauen: Man w&#252;rde einem anderen Dorfmitglied eher Geld leihen als einem Wildfremden. 

Ein paar Millionen Leute k&#246;nnen noch ein Wir-Gef&#252;hl entwickeln, z.B. ‚Wir K&#246;lner‘ oder ‚Wir Bayern‘. Das mit dem erh&#246;hten gegenseitigen Vertrauen ist weg, da der andere ein Fremder ist. Aber man kann noch ein gewisses Gef&#252;hl der Verantwortung daf&#252;r entwickeln, gemeinschaftliche Werte oder Traditionen freiwillig zu f&#246;rdern. Der K&#246;lner geht in den Karnevalsverein, u.a. weil es ihm ein gutes Gef&#252;hl gibt, damit K&#246;lner Traditionen aufrechtzuerhalten. 

Je gr&#246;&#223;er die Gruppe wird, um so d&#252;nner wird das aber. Die Gr&#246;&#223;e macht es dann einfach wahrscheinlich, dass verst&#228;rkt sprachliche, ethnische, religi&#246;se, kulturelle usw. Unterschiede dazukommen. Wenn die aber da sind, ist es ganz aus mit dem Gemeinschaftsgef&#252;hl. Wer von den Leuten Gemeinschaftssinn fordert, muss darauf achten, dass er ihnen die Gemeinsamkeiten, worauf das Gemeinschaftsgef&#252;hl fu&#223;en k&#246;nnte, auch l&#228;&#223;t. Ich wollte eigentlich gar nicht politisch werden, aber jetzt sage ich es doch: Eine multikulturelle Gesellschaft ist immer eine egoistische Gesellschaft. Der Mensch ist einfach so geschaffen, dass Gemeinsamkeiten f&#252;r ihn Voraussetzung f&#252;r einen Gemeinschaftlichkeitssinn ist. 

Und da Schweden noch ein gutes St&#252;ck mehr Gemeinsamkeiten hat, kann sich dort auch ein Gemeinschaftssinn halten, der sich in Deutschland schon l&#228;ngst verfl&#252;chtigt hat. Unter anderem darum sind schwedische L&#246;sungen oft nicht auf Deutschland &#252;bertragbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Thomas, </p>
<p>Meine Ansicht ist so ziemlich das Gegenteil von Deiner. Ich halte Gruppengr&#246;&#223;e f&#252;r einen entscheidenden Aspekt. Schon ein Faktor 2 kann entscheidend sein, von einem Faktor 9 ganz zu schweigen. </p>
<p>Dass ab einer gewissen Gruppengr&#246;&#223;e alle Ansichten vorhanden sind, mag ja sein. Aber das sagt noch nichts dar&#252;ber aus, ob Menschen die Bereitschaft haben, sich einer Gruppe unterzuordnen bzw. zur Gemeinschaft freiwillig beizutragen.  </p>
<p>Was h&#228;lst Du von folgender These:</p>
<p>Zwei bis drei Menschen k&#246;nnen eine solch innige Gemeinschaft haben, dass sie f&#252;reinander ihr Leben geben w&#252;rden. </p>
<p>Sozialismus / kein Privateigentum klappt bis zu einer Gr&#246;&#223;e von ca. 70 Personen. Die einzigen mir bekannten, &#252;ber viele Jahrhunderte gut funktionierenden Gemeinschaften ohne Privateigentum waren die Hutterer oder Amish People. Das klappte, weil es eine eiserne Regel ihrer Gemeinschaften ist, sich ab ca. 70-80 Personen in zwei Gruppen aufzuspalten. </p>
<p>In einem Dorf auf dem Land (sagen wir 1000 Leute) ist es noch m&#246;glich, in Gemeinschaftsleistung z.B. eine Dorfhalle zu bauen – jeder macht mit, jeder gibt etwas dazu, es gibt keine komplizierte gegenseitige ‚Leistungsabrechnung‘. Bei 5000 Leuten klappt das schon nicht mehr. (Dazu kenne ich konkret ein Beispiel). Da jeder jeden kennt, gibt es noch ein gewisses Vertrauen: Man w&#252;rde einem anderen Dorfmitglied eher Geld leihen als einem Wildfremden. </p>
<p>Ein paar Millionen Leute k&#246;nnen noch ein Wir-Gef&#252;hl entwickeln, z.B. ‚Wir K&#246;lner‘ oder ‚Wir Bayern‘. Das mit dem erh&#246;hten gegenseitigen Vertrauen ist weg, da der andere ein Fremder ist. Aber man kann noch ein gewisses Gef&#252;hl der Verantwortung daf&#252;r entwickeln, gemeinschaftliche Werte oder Traditionen freiwillig zu f&#246;rdern. Der K&#246;lner geht in den Karnevalsverein, u.a. weil es ihm ein gutes Gef&#252;hl gibt, damit K&#246;lner Traditionen aufrechtzuerhalten. </p>
<p>Je gr&#246;&#223;er die Gruppe wird, um so d&#252;nner wird das aber. Die Gr&#246;&#223;e macht es dann einfach wahrscheinlich, dass verst&#228;rkt sprachliche, ethnische, religi&#246;se, kulturelle usw. Unterschiede dazukommen. Wenn die aber da sind, ist es ganz aus mit dem Gemeinschaftsgef&#252;hl. Wer von den Leuten Gemeinschaftssinn fordert, muss darauf achten, dass er ihnen die Gemeinsamkeiten, worauf das Gemeinschaftsgef&#252;hl fu&#223;en k&#246;nnte, auch l&#228;&#223;t. Ich wollte eigentlich gar nicht politisch werden, aber jetzt sage ich es doch: Eine multikulturelle Gesellschaft ist immer eine egoistische Gesellschaft. Der Mensch ist einfach so geschaffen, dass Gemeinsamkeiten f&#252;r ihn Voraussetzung f&#252;r einen Gemeinschaftlichkeitssinn ist. </p>
<p>Und da Schweden noch ein gutes St&#252;ck mehr Gemeinsamkeiten hat, kann sich dort auch ein Gemeinschaftssinn halten, der sich in Deutschland schon l&#228;ngst verfl&#252;chtigt hat. Unter anderem darum sind schwedische L&#246;sungen oft nicht auf Deutschland &#252;bertragbar.</p>
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	<item>
		<title>By: Thomas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19673</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 11:06:51 +0000</pubDate>
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		<description>northlander: nette Liste. :)

Zu 1. Ich meinte ja gerade, dass unterschiedliche Gr&#246;&#223;e bis ein Faktor zehn rauf und runter vielleicht gar keine so gro&#223;er Hinderungsgrund zum Vergleich ist. Dagegen eher die anderen weggelassenen Unterschiede (siehe dein 6.)

Zu 2. Sicherlich kann man Vergleiche generell vermeiden, aber vergleichen ist menschlich und ohne Bezugsgr&#246;&#223;e sind absolute Zahlen schwerer einzuordnen. Als Bezug k&#246;nnen aber nat&#252;rlich auch Zahlen des letzten Jahres oder Jahrzehnts dienen. Was hat die Benennung der Quelle einer &quot;Tatsache&quot; mit dem Vergleich zu tun? Zu wissen, wo Information herkommt sehe ich generell positiv.

Zu 4. Ich w&#252;rde es nicht nur auf das B&#228;uerliche reduzieren, aber ansonsten Zustimmung.

Zu 5. Ich wei&#223; nicht, ob ich da die Ausnahme bei den &quot;Auswanderern&quot; bin, aber mein Bild von Deutschland ist nicht soo schlecht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dort wieder einmal zu leben. :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>northlander: nette Liste. <img src='http://www.fiket.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zu 1. Ich meinte ja gerade, dass unterschiedliche Gr&#246;&#223;e bis ein Faktor zehn rauf und runter vielleicht gar keine so gro&#223;er Hinderungsgrund zum Vergleich ist. Dagegen eher die anderen weggelassenen Unterschiede (siehe dein 6.)</p>
<p>Zu 2. Sicherlich kann man Vergleiche generell vermeiden, aber vergleichen ist menschlich und ohne Bezugsgr&#246;&#223;e sind absolute Zahlen schwerer einzuordnen. Als Bezug k&#246;nnen aber nat&#252;rlich auch Zahlen des letzten Jahres oder Jahrzehnts dienen. Was hat die Benennung der Quelle einer &#8220;Tatsache&#8221; mit dem Vergleich zu tun? Zu wissen, wo Information herkommt sehe ich generell positiv.</p>
<p>Zu 4. Ich w&#252;rde es nicht nur auf das B&#228;uerliche reduzieren, aber ansonsten Zustimmung.</p>
<p>Zu 5. Ich wei&#223; nicht, ob ich da die Ausnahme bei den &#8220;Auswanderern&#8221; bin, aber mein Bild von Deutschland ist nicht soo schlecht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dort wieder einmal zu leben. <img src='http://www.fiket.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: northlander</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19671</link>
		<dc:creator>northlander</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 10:52:31 +0000</pubDate>
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		<description>1.

Mit welchen L&#228;ndern soll Deutschland sich vergleichen? es gib ja (fast) nur kleinere Nachbarn in Europa!

2.

Mir f&#228;llt auf, da&#223; man in Deutschland grunds&#228;tzlich gerne nach Vergleichen sucht und solche zitiert. In Schweden habe ich mir abgew&#246;hnt, Vergleiche heranzuziehen. In Diskussionen mache ich nur Vorschl&#228;ge, benenne Fakten, zeige Vor- und Nachteile gewisser L&#246;sungen, ohne darauf hinzuweisen, woher diese Tatsachen kommen.

3. 

Im statistischen Vergleich, l&#228;sst gut und gerne der Faktor 9 f&#252;r absolute Ziffern verwenden (zwischen Deutschland und Schweden).

H&#228;ufig aber haben absolute Ziffern in Schweden aber keine statistische Aussage, weil die Bemessungsgrundlage zu gering ist.

4.

Jedes Land hat seine Geschichte, Herkunft, Vergangenheit. Schwedens Herkunft ist b&#228;uerlich. So durchziehen auch b&#228;uerliche Strukturen die Gesellschaft, das Rechtswesen usw. Viele Dinge sind ganz einfach anders. 
Will ich hier leben, mu&#223; ich das akzeptieren.

5.

Deutschland ist aufgrund seiner Gr&#246;&#223;e, Lobbyistengruppen, seines F&#246;rderalismus unregierbar.

Das hat mir die Auswanderung erleichtert.

Die &#246;ffentlichen Verwaltungen sind uneffektiv und &#252;berfordert.
Es gibt auch keinen richtigen Willen (ausser den falschen Willen des Herrn Innenministers), etwas f&#252;r die B&#252;rger zu verbessern. 

Ich rieche auf den &#196;mtern &#252;berall den Muff von &#196;rmelschonern.

6.  

Vergleiche in den deutschen Medien werden oft aus dem Zusammenhang gerissen oder isoliert dargestellt. Dadurch entsteht ein ziemlich schiefes Bild von Schweden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1.</p>
<p>Mit welchen L&#228;ndern soll Deutschland sich vergleichen? es gib ja (fast) nur kleinere Nachbarn in Europa!</p>
<p>2.</p>
<p>Mir f&#228;llt auf, da&#223; man in Deutschland grunds&#228;tzlich gerne nach Vergleichen sucht und solche zitiert. In Schweden habe ich mir abgew&#246;hnt, Vergleiche heranzuziehen. In Diskussionen mache ich nur Vorschl&#228;ge, benenne Fakten, zeige Vor- und Nachteile gewisser L&#246;sungen, ohne darauf hinzuweisen, woher diese Tatsachen kommen.</p>
<p>3. </p>
<p>Im statistischen Vergleich, l&#228;sst gut und gerne der Faktor 9 f&#252;r absolute Ziffern verwenden (zwischen Deutschland und Schweden).</p>
<p>H&#228;ufig aber haben absolute Ziffern in Schweden aber keine statistische Aussage, weil die Bemessungsgrundlage zu gering ist.</p>
<p>4.</p>
<p>Jedes Land hat seine Geschichte, Herkunft, Vergangenheit. Schwedens Herkunft ist b&#228;uerlich. So durchziehen auch b&#228;uerliche Strukturen die Gesellschaft, das Rechtswesen usw. Viele Dinge sind ganz einfach anders. <br />
Will ich hier leben, mu&#223; ich das akzeptieren.</p>
<p>5.</p>
<p>Deutschland ist aufgrund seiner Gr&#246;&#223;e, Lobbyistengruppen, seines F&#246;rderalismus unregierbar.</p>
<p>Das hat mir die Auswanderung erleichtert.</p>
<p>Die &#246;ffentlichen Verwaltungen sind uneffektiv und &#252;berfordert.<br />
Es gibt auch keinen richtigen Willen (ausser den falschen Willen des Herrn Innenministers), etwas f&#252;r die B&#252;rger zu verbessern. </p>
<p>Ich rieche auf den &#196;mtern &#252;berall den Muff von &#196;rmelschonern.</p>
<p>6.  </p>
<p>Vergleiche in den deutschen Medien werden oft aus dem Zusammenhang gerissen oder isoliert dargestellt. Dadurch entsteht ein ziemlich schiefes Bild von Schweden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Pascal</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19670</link>
		<dc:creator>Pascal</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 10:32:47 +0000</pubDate>
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		<description>Wikipedia meint dazu folgendes: http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deralismus#Liste_f.C3.B6deral_verfasster_Staaten
Kleine f&#246;derale europ&#228;ische Staaten sind Belgien und die Schweiz. Wobei die Schweiz als trennf&#246;deralistisches System ein Sonderfall ist. Belgien ist dagegen sicherlich ein Idealtypisches Beispiel wie kulturelle Konflikte zwischen Sprachgemeinschaften durch den f&#246;deralistische Strukturen entsch&#228;rft wurden. Ansonsten gro&#223;e f&#246;derale Staaten sind dann Russland, Indien, Kanada, Brasilien. Aber gerade in den bislang zentralstaatlich organisierten Staaten Europas gibt es gegens&#228;tzliche Entwicklungen: Spanien mit den Baskenland; Gro&#223;britannien mit Nordirland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wikipedia meint dazu folgendes: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deralismus#Liste_f.C3.B6deral_verfasster_Staaten" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deralismus#Liste_f.C3.B6deral_verfasster_Staaten</a><br />
Kleine f&#246;derale europ&#228;ische Staaten sind Belgien und die Schweiz. Wobei die Schweiz als trennf&#246;deralistisches System ein Sonderfall ist. Belgien ist dagegen sicherlich ein Idealtypisches Beispiel wie kulturelle Konflikte zwischen Sprachgemeinschaften durch den f&#246;deralistische Strukturen entsch&#228;rft wurden. Ansonsten gro&#223;e f&#246;derale Staaten sind dann Russland, Indien, Kanada, Brasilien. Aber gerade in den bislang zentralstaatlich organisierten Staaten Europas gibt es gegens&#228;tzliche Entwicklungen: Spanien mit den Baskenland; Gro&#223;britannien mit Nordirland.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Thomas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19669</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 10:19:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/#comment-19669</guid>
		<description>Frankreich ist zentralistisch und die meisten gr&#246;&#223;eren europ&#228;ischen L&#228;nder eher auch, oder? Ich w&#252;rde deshalb den F&#246;deralismus zu den (klarerweise sehr wichtigen, siehe &quot;Regierbarkeit&quot;) anderen Unterschieden zwischen L&#228;ndern z&#228;hlen, die nicht unbedingt etwas mit der Gr&#246;&#223;e, sondern eher mit der Geschichte zu tun haben. Andererseits f&#228;llt mir gerade kein richtig f&#246;derales kleines Land ein. Wo ist &#252;berhaupt der F&#246;deralismus &#228;hnlich stark wie in Deutschland oder USA? :)

Nimmt die Heterogenit&#228;t ab einer gewissen Schwelle wirklich noch weiterhin mit der Anzahl Leute zu? Das war, was ich oben meinte: von kleinen zu gro&#223;en Gruppen macht es sicher einen Unterschied, aber irgendwann sollten doch alle Meinungen vertreten sein und nur noch die St&#228;rke im Vergleich zu anderen Gruppen eine Rolle spielen  -  alle Seiten wachsen ja mit gr&#246;&#223;erer Bev&#246;lkerung.

Zu Medien und &#246;ffentlicher Meinung. Es gibt in Schweden gleich zwei Pendants zur Bildzeitung und eine knappe Handvoll landesweiter Tageszeitungen. Gerade was Regionalzeitungen angeht, ist das Angebot sicher gr&#246;&#223;er in Deutschland, aber ich glaube nicht, dass weniger Meinungen publiziert werden.

_Nachtrag:_ Ich sehe gerade, dass ich mich im Vergleich zur oben verlinkten &#228;lteren Diskussion wiederhole. Ich bin wohl einfach noch nicht &#252;berzeugt. ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Frankreich ist zentralistisch und die meisten gr&#246;&#223;eren europ&#228;ischen L&#228;nder eher auch, oder? Ich w&#252;rde deshalb den F&#246;deralismus zu den (klarerweise sehr wichtigen, siehe &#8220;Regierbarkeit&#8221;) anderen Unterschieden zwischen L&#228;ndern z&#228;hlen, die nicht unbedingt etwas mit der Gr&#246;&#223;e, sondern eher mit der Geschichte zu tun haben. Andererseits f&#228;llt mir gerade kein richtig f&#246;derales kleines Land ein. Wo ist &#252;berhaupt der F&#246;deralismus &#228;hnlich stark wie in Deutschland oder USA? <img src='http://www.fiket.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nimmt die Heterogenit&#228;t ab einer gewissen Schwelle wirklich noch weiterhin mit der Anzahl Leute zu? Das war, was ich oben meinte: von kleinen zu gro&#223;en Gruppen macht es sicher einen Unterschied, aber irgendwann sollten doch alle Meinungen vertreten sein und nur noch die St&#228;rke im Vergleich zu anderen Gruppen eine Rolle spielen  &#8211;  alle Seiten wachsen ja mit gr&#246;&#223;erer Bev&#246;lkerung.</p>
<p>Zu Medien und &#246;ffentlicher Meinung. Es gibt in Schweden gleich zwei Pendants zur Bildzeitung und eine knappe Handvoll landesweiter Tageszeitungen. Gerade was Regionalzeitungen angeht, ist das Angebot sicher gr&#246;&#223;er in Deutschland, aber ich glaube nicht, dass weniger Meinungen publiziert werden.</p>
<p><em>Nachtrag:</em> Ich sehe gerade, dass ich mich im Vergleich zur oben verlinkten &#228;lteren Diskussion wiederhole. Ich bin wohl einfach noch nicht &#252;berzeugt. <img src='http://www.fiket.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Pascal</title>
		<link>http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/comment-page-1/#comment-19668</link>
		<dc:creator>Pascal</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 09:56:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fiket.de/2007/05/09/statistiken-statistiker-und-vergleiche/#comment-19668</guid>
		<description>Ich sehe durchaus einen Einfluss der Gr&#246;&#223;e zwischen Deutschland und Schweden auf politische Entscheidungsstrukturen. 
Ich denke man kann durchaus sagen, dass je gr&#246;&#223;er ein Land, bzw. eine Gruppe ist, desto heterogener ist sie. Und die &quot;Regierbarkeit&quot;, die Durchsetzung politischer Projekte wird zumindest verlangsamt. So wird es in Deutschland wohl einfach mehr Medien geben, damit mehr (publizierte) Meinungen, die &#246;ffentliche Stimmung ist relativ schwerer einzusch&#228;tzen, was f&#252;r Entscheidungstr&#228;ger durchaus wichtig ist.
Und der F&#246;deralismus ist ja auch nicht nur Ursache f&#252;r eine &quot;Verlangsamung&quot; von Entscheidungsprozessen in Deutschland und anderswo, sondern auch eine Folge heterogener, regionaler Interessen. Vorhandene Interessensgegens&#228;tze werden lediglich institutionalisiert; F&#246;deralismus kann man auch als (eventuell veraltetes) Abbild der Interessensgegens&#228;tze sehen. Und damit wieder zur&#252;ck zu meinen zweiten Satz: &quot;gro&#223;e&quot; Staaten sind sind h&#228;ufiger f&#246;deral als &quot;kleine&quot;. Glaube ich mal.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe durchaus einen Einfluss der Gr&#246;&#223;e zwischen Deutschland und Schweden auf politische Entscheidungsstrukturen. <br />
Ich denke man kann durchaus sagen, dass je gr&#246;&#223;er ein Land, bzw. eine Gruppe ist, desto heterogener ist sie. Und die &#8220;Regierbarkeit&#8221;, die Durchsetzung politischer Projekte wird zumindest verlangsamt. So wird es in Deutschland wohl einfach mehr Medien geben, damit mehr (publizierte) Meinungen, die &#246;ffentliche Stimmung ist relativ schwerer einzusch&#228;tzen, was f&#252;r Entscheidungstr&#228;ger durchaus wichtig ist.<br />
Und der F&#246;deralismus ist ja auch nicht nur Ursache f&#252;r eine &#8220;Verlangsamung&#8221; von Entscheidungsprozessen in Deutschland und anderswo, sondern auch eine Folge heterogener, regionaler Interessen. Vorhandene Interessensgegens&#228;tze werden lediglich institutionalisiert; F&#246;deralismus kann man auch als (eventuell veraltetes) Abbild der Interessensgegens&#228;tze sehen. Und damit wieder zur&#252;ck zu meinen zweiten Satz: &#8220;gro&#223;e&#8221; Staaten sind sind h&#228;ufiger f&#246;deral als &#8220;kleine&#8221;. Glaube ich mal.</p>
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