Bin ich eigentlich der einzige, der schmunzeln muss, wenn er irgendwo “svenska jordgubbar” liest?
Es geht jedes Jahr um zwei Fragen:
- Werden die schwedischen Erdbeeren rechtzeitig zu Mittsommer reif? Das scheint mit dem frühen Frühling dieses Jahr kein Problem zu sein. Die ersten Schälchen mit dem begehrten Inhalt sind mir schon vor einigen Wochen aufgefallen.
- Sind es auch wirklich schwedische oder nicht doch umpaketierte Erdbeeren aus Deutschland? Hinweise auf Betrügereien gibt es; der Beweis ist schwer zu führen.
Korrekte Lebensmittelauszeichnungen sind natürlich wichtig, nicht nur bei Erdbeeren, aber dass die Schweden gerade hier so großen Wert auf einheimische Ware legen, hat mir bisher niemand erklären können. Es ist halt so. Abgesehen davon, finde ich das Herkunftsland weniger wichtig als die Unterscheidung zwischen “groß und wässerig” und “klein und reich an Geschmack”.
Schlagworte: Brauch, EssenTrinken, Kultur, Seltsam, Sommer
-
Als von Haus aus sonnenverwöhnter Badner bin ich immer wieder überrascht, mit welcher Häufigkeit darauf hingewiesen wird – bei uns zuhause gibt es zwar badischen Spargel, aber von badischen Erdbeeren spricht keiner.
Meiner Erfahrung sind die schwedischen Erdbeeren zumindest essbar und unterscheiden sich in einem wichtigen Detail von den deutschen. Der Stiel ist fast immer so hart, dass man ihn abschneiden muss. Herausreißen geht nicht, was mir jedenfalls neu war, als ich hierher kam.
-
Nein, ich muss auch immer schmunzeln. Ich beobachte diese Phänomen seit ich in Stockholm mal riesengroße Plakatwände mit Werbung für schwedische Erdbeeren gesehen habe. Sowas würde es in Deutschland nie geben.
Mir wurde aber erklärt, dass die Erbeeren das Zeichen für “jetzt ist wirklich Sommer” seien. Es geht also weniger um die Frucht als vielmehr um ein Gefühl. Deswegen “gelten” importierte Früchte auch nicht.
2 Kommentare
RSS-Feed für Artikel-Kommentare
Trackback-Link: http://www.fiket.de/2007/06/09/schwedische-erdbeeren/trackback/