Mit friggebod bezeichnet man im Schwedischen ein Schuppen, ein kleines Häuschen oder auch nur einen überdachten, oft pavillonähnlichen Platz zum Draußensitzen. Charakteristisches Merkmal eines Friggebod ist, dass er weniger als 10 Quadratmeter Grundfläche hat und unter 3 Meter hoch ist. Bis zu diesen Maßen braucht man in Schweden nämlich keine Baugenehmigung.
Der Name kommt von Birgit Friggebo, die 1979 als schwedische Wohnungsministerin von der Folkpartiet eben diese Regelung einführte. Jetzt muss man nur noch wissen, dass “Schuppen” auf Schwedisch bod (sprich: buhd) heißt, um den Witz hinter der naheliegenden Wortneuschöpfung von Friggebo-bod zu Friggebod zu verstehen. Es gibt wohl schlechtere Arten, seinen Namen verewigt zu bekommen.
Schlagworte: Politik, Sprache, Wohnen, WortDerWoche
Es ist ein Traum vieler Firmen, daß der Name ihres Produktes zum Synonym wird, und sie geben sehr viel Geld für Reklame aus, damit dies Wirklichkeit wird.
Spricht man in Deutschland von Papiertaschentüchern, so spricht man kurzerhand von “Tempo”, ein Klebestreifen ist ein Stück “Tesafilm”.
Friggebo hat es ohne Werbemillionen geschafft, mit ihren Namen Einzug in den schwedischen Sprachschatz zu finden.
Pingback von Friggebod « okej am 2008-09-15 um 20:26
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