Wenn es, wie zur Zeit, viel regnet und die Wege nass sind, wagen sich unzählige Weinbergschnecken aus ihren Verstecken. Auf den Radwegen außerhalb des Zentrums von Uppsala, die ich täglich benutze, ist dann Slalom angesagt, um sie nicht zu überfahren. Das gelingt angesichts der hohen Anzahl nicht immer und ich bin meinem MP3-Player dankbar, dass er mir das knackende Geräusch der Schneckenhäuser erspart. Ich gehe davon aus, dass auch die anderen Radler versuchen, die Tierchen zu verschonen; trotzdem ist der Weg mit Leichen gepflastert.
Nicht nur Weinbergschnecken. Und man muss zu dieser Zeit auch von einer Schneckenplage sprechen. Ich sammele täglich morgens und abends jeweils mindestens zwei bis zweieinhalb Liter Schnecken ein und entsorge sie. Darunter befinden sich auch sehr viele Mörderschnecken, die als Kannibalen über andere Schnecken herfallen und auffressen.
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