In den Kommentaren kam die Frage auf, was es denn für schwedische Podcasts gibt – schließlich sollten sie ein gutes Medium sein, wenn man sein Hörverstehen verbessern möchte. Ich muss zugeben, dass ich außerhalb des reichhaltigen Angebots des SR keine anderen schwedischen Sprechradioprogramme zum Herunterladen kenne und bisher auch nicht vermisst habe.
Weil es mich aber doch interessiert, reiche ich die Frage einfach an die werten Leser weiter. Irgendwelche Tipps? Was hört ihr so?
Außerdem wurde ich per Email gefragt, was man einem Auswandernden in ein “Überlebenspaket” packen könnte, also was man denn als Deutscher in Schweden so vermisst. Meine Standardantwort auf diese Frage ist normalerweise Brot, aber das liegt wohl eher daran, dass man ja etwas sagen muss und dass Antworten auf wiederkehrende Fragen unweigerlich zur Gewohnheit werden. Wenn mir jemand etwas aus Deutschland mitbringen möchte, frage ich gern nach einem guten Riesling.
Wenn ich in die alte Heimat zurückkomme, genieße ich natürlich die regionalen Dinge, sei es die frische Blutwurst der Großtante oder der Äbbelwoi. Aber wirklich etwas vermissen, wenn ich in Schweden bin? So, dass man regelmäßig daran denkt? Mir fällt nichts ein und ich muss wie Frage wiederum an die ebenfalls in Schweden lebenden Leser weiterreichen.
Ich glaube, dass ich eher einige der schwedischen Leckereien – ich sage nur gravlax – vermissen werde, wenn ich einmal nach Deutschland zurückkehren sollte.
Schlagworte: Alltag, Deutschland, EssenTrinken
also ich weiß noch von einem reichhaltigen podcast-angebot des schwedischen fernsehens, gerade reportet halte ich für empfehlenswert, weil man eben auch noch die bilder zum besseren hörverständnis geliefert bekommt. das sollte ein paar verknüpfungen erleichtern.
und in sachen riesling: da hätte ich keine skrupel welchen aus der heimat mitzubringen. hast du denn auch die passenden (schoppen-)gläser?
Ja. der SVT hat einiges an Material, auch aus dem alten Archiv, zum online anschauen oder herunterladen. Aber sobald Bild dabei ist, kann man ja nichts anderes mehr nebenher machen, egal on Fahrrad fahren oder Fotografieren. Deswegen bin ich eher für Audio – sogar die Tagesschau funktioniert ohne Bilder prima und ich hör mir die ab und zu an. Wenn ich Zugpendler wäre, würde ich vielleicht auch Videocasts nutzen.
Ich finde es natürlich prima, dass die öffentlichen Sendeanstalten ihr Material so anbieten, aber “echte” Podcasts sind das ja nicht, darunter verstehe ich nämlich eigentlich die Fortführung des Blog-Gedankens, dass jeder veröffentlichen kann, von Text auf Audio.
Die richtigen Weingläser habe ich leider nicht. Nur IKEA-Standardware.

Die Podcasts des schwedischen Radios habe ich zwar auch abonniert, aber ich überspringe sie meist. Für mich als Informationsjunkie mit Hang zu Features wie Deutschlandradios “Wissenschaft im Brennpunkt” und “Hintergrund Politik” werde von den Angeboten einfach nicht angesprochen, denn die meisten sind einfach nur Sendemitschnitte. “God morgon världen” ist manchmal ganz nett, aber halt einfach zu lang. “Vetenskapsradions Nyheter” streife ich meist bestenfalls. Seit “Front” von P3 eingestellt wurde, ist es im Bereich Feature auch ziemlich dünn geworden. Oft höre ich “Radio Schweden” und “Radio Sweden” – die Zusammenstellungen dort geben mir meist einen Nachrichtenüberblick, der die Lücken nach dem Studium von dn.se und svd.se schließt.
Zum Carepaket hier meine persönliche Liste:
1. Badischer Wein (von der Sonne verwöhnt)
2. Maultaschen (selber machen ist viel zu aufwändig)
3. Leberwurst (gibts alternativ auch in der deutschen Bäckerei in Malmö)
4. Andere Würste (so eine Grillkorv ist schon eine armselige Entschuldigung für eine Wurst im Vergleich zu einer Thüringer Bratwurst oder so)
5. Senf (Löwensenf und schwedischer Senf spielen in getrennten Ligen)
6. Meerrettich (brauche ich selten, hält aber auch ewig)
7. Weizenbiergläser (schwer beschaffbar im schwedischen Einzelhandel)
8. Brot
9. Brezeln
10. BierDie letzten 3 sind zwar sehr nett, aber Brot und Brezeln halten nicht lange und Bier ist für den Lufttransport meist einfach zu schwer.
vielen dank fuer die umfangreiche antwort =).
von “konflikt” habe ich mir jetzt ein paar ausgaben angehoert und fand es auch, soweit ich es verstanden habe, ganz interessant. ist aber halt doch etwas anderes als solche (wie oben erwaehnten) “echten” podcasts, wie z.B. radio brennt.
trotzdem nochmal danke =)
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