PISA und Schweden

Nachdem die neueste Version der PISA-Studie schon letzte Woche in Deutschland für Diskussionsstoff gesorgt hat, wurden die Ergebnisse jetzt offiziell vorgestellt.

Bevor ich das Abscheiden von Schweden neben Deutschland und das Musterland Finnland stelle, muss gesagt werden, dass sich hierzulande kaum jemand darum schert. PISA ist nicht zum geläufigen Schlagwort geworden und Bildungspolitiker diskutieren lieber über mangelnde Ordnung, Mobbing und den Dauerbrenner “Freischulen”. Schon gar nicht ist PISA zum Inbegriff eines Problems im Bildungssystem geworden, was aber nicht wirklich am rosigen Abscheiden schwedischer Schüler liegen kann:

Platzierungen Finnland Schweden Deutschland
Naturwissenschaften 1 22 13
Lesen 2 10 18
Mathematik 2 21 20

Laut dieser Grafik weist in Schweden der Trend – im Gegensatz zu Deutschland – zusätzlich in die negative Richtung.

Nachtrag, 071209: Die ZEIT schreibt auch darüber.

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  1. Da frag ich mich doch, wie das hier http://www.stern.de/politik/ausland/513402.html?eid=512425 zustande kommt, und warum in Deutschland von vielen Seiten die mindestens 6jährige Grundschule gefördert wird!?

  2. Wo siehst du den Widerspruch zu obigem? Dass es einzelne sehr gute Beispiele gibt, sagt nicht viel über den Durchschnitt, das gilt auch für Deutschland.

    Und die frühe Aufteilung der Kinder in schlaue, halbschlaue und weniger schlaue, wie sie in Deutschland passiert, halte ich auch für ein schädliches Relikt. Deshalb finde ich das schwedische System (10 Jahr Schule zusammen für alle, dann 2 Jahre “Gymnasium” für die, die wollen, wobei das so gut wie alle sind und es Gymnasien mit Berufsausrichtung gibt, die die Berufsschule ersetzen) schon prinzipiell besser.

    Das Abschneiden bei PISA kann aber eben nicht als Ruhmesblatt für Schweden angeführt werden – was auch immer man da heraus liest und welchen Stellenwert man einer solchen Studie beimisst.

    Bengt weist übrigens darauf hin dass die schwedischen Medien das Thema dieses Mal wohl doch etwas mehr beachten.

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