Wort der Woche: Sportlov

Das schwedische Wort lov hat vier Bedeutungen: Erlaubnis, Lob, Versprechen und Ferien.

In Verbindung mit Sport ist es die letztgenannte, die zählt. Es handelt sich beim sportlov also um eine Woche Schulferien, die in dieser Zeit des Jahres liegen. Ursprünglich (in den 1940ern) ging es darum, Heizmaterial in den Schulen zu sparen und man nannte die Woche noch kokslov. Heutzutage wird die Gelegenheit vielerorts für wintersportliche Aktivitäten genutzt. Als Nicht-Schüler und Nicht-Elter bekomme ich davon zugegebenermaßen wenig mit, die spätnachmittäglich eh schon überfüllten Pendlerzüge zwischen Stockholm und Uppsala müssen jedoch während des sportlov zusätzlich die Familien mit Kindern aufnehmen, die von diversen Ausflügen heimkehren.

Nicht zuletzt um Verkehr und Wintersportorte nicht zu konzentriert zu fordern, sind diese Ferien nicht überall zur gleichen Zeit, sondern sind übers Land auf mehrere Wochen verteilt. Uppsala hatte beispielsweise letzte Woche sportlov, Stockholm diese.

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  1. “Kokslov” habe Ich nie gehört, aber zu meiner Zeit gab es sowohl “Potatislov” als “Lingonlov”. Man mußte dann ein par Liter Lingon in der Schulküche abliefern für “Sylt” zu “Blodpudding” und ähnliches.

    Ach “Blodpudding”! So was gibt es wohl in Deutschland nicht? In Wien haben wir aber “Blunzeng’rösti” wenn mann Blut lecken will.

  2. Potatislov heißt heute ja schlicht Höstlov. :)

    Stimmt, über blodpudding habe ich auch noch nicht geschrieben. In Deutschland macht man (ganz dem Klischee entsprechend) wohl eher Blutwurst. Blutsuppe gibt es hier wie da.

  3. Zumindest in meiner Heimatgegend um Aachen herum gibt es neben der Blutwurst (“Pflönz”, lecker, vor allem geräuchert) auch Blutpudding-Laibe (“Panhas”; also Pfannenhase :-) ), deren Scheiben in der Pfanne gebraten werden.
    Allerdings gibt es Panhas selten in der reinen Blutvariante, meistens sind dann doch Speckwürfel mit drin. Blodpudding pur ist mir deshalb auch zu trocken.

  4. “Lov” hat auch die Bedeutung “Drehung”, manchmal auch “Zwang”, dazu ist es ein Teil des Handes (handlov). Ich protestiere aber gegen die ûbersetzung “Versprechen”.

  5. Auch wenn eigentlich off-topic noch folgender Nachtrag: http://de.wikipedia.org/wiki/Panhas (ich staune immer wieder über die wikipedia)

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