Spettekaka, spettkaka, spiddekaga und spiddekage sind alles Schreibweisen einer Nachtisch-Spezialität aus Skåne (Schonen), von der ich zwar schon gehört hatte, die ich aber gestern auf einer Hochzeitsfeier bei Helsingborg zum ersten Mal zu Gesicht und Zunge bekam. Ich war nicht alleine damit; einige Schweden hatten auch noch nie spettekaka probiert.
Wikipedia weiß:
Hergestellt wird Spettekaka aus Eiern, Kartoffelstärke und Zucker. Den flüssigen Teig lässt man – ähnlich wie bei der Herstellung von Baumkuchen – ringförmig auf einen rotierenden Holzspieß vor einem offenen Feuer laufen. Der Kuchen ist sehr trocken und muss bis kurz vor Verzehr in seiner durchsichtigen, luftdichten Tüte aufbewahrt werden.
... weil er sehr schnell Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt, will ich ergänzen. Weniger groß und aufgetürmt, jedoch geschmacklich ähnlich sind Baiser, die in Schweden maräng heißen und damit ein sehr schönes Beispiel für eingeschwedischte Schreibweisen sind.
Ich fand spettekaka lecker. Viel kann man davon aber nicht essen.
Schlagworte: EssenTrinken, Schonen, Sprache, WortDerWoche
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wir durften diese Spezailität in Hästveda – bei Babros Fischer- sehen und auch herstellen. Ich war begeistert.
Diese baiserartige Masse wird mit einem Spritzbeutel und einer Mehrfachlochtülle kreuzweise über die rotierende Walze aufgetragen. Die Hitzequelle ist unterhalb der sich drehenden Walze. man muss aufpassen, dass man die Masse nicht auf diese tröpfelt.
Die Backzeit betrug ca. 3 Stunden. Sie blieb dann für einen Tag zum auskühlen stehen und wurde dann mit Zuckerrosetten (Eiweiss/Zucker) garniert.
Serviert wird sie so: Man schneidet mit einem laubsägeartigen Messer kleine Fenster heraus und reicht sie dann auf den Teller.
Wir haben eine Spettekaka backen dürfen ca. 70 cm hoch – sie ist schon etwas in die Jahre gekommen (2001) und steht bei uns in der Ausstellung.Sie kostete damals 140 DM und sollte ausreichend sein für 140 Personen.
Frau Fischer erklärte uns, dass es diese Spezialität nur in Südschweden gibt.
Ich kann diese kleine Bäckerei nur bestens empfehlen, ich denke sie ist typisch für Südschweden.
Hier ist ein Flair, von welchem ich heute noch schwärmen kann.
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