Die Zeit der Pfifferlinge ist so gut wie vorbei, aber die Saison für Trompetenpfifferlinge (schw. trattkantareller) hat gerade begonnen und ich hatte gerade frisch gepflückte als Beilage zum Abendessen.
Natürlich macht sich nicht jeder Schwede im Herbst auf in die Wälder zum Pilze sammeln, aber mein Eindruck ist, dass es (noch?) mehr zur hiesigen Kultur gehört als in Deutschland. Grundlegende Pilzkenntnis ist Allgemeinwissen. Wegen des feuchten Klimas hier sind die Wälder ja auch voll von essbaren Leckereien und dank des Allemansrätt sind Pilze bis sie im Korb landen Allgemeingut.
Außerdem ist heuer ein besonders gutes Pilzjahr – ein kleiner Ausgleich für den verregneten August und September.
Schlagworte: EssenTrinken, Kultur, Natur, Wald
Bin vor vierzehn Tagen durch den Hunneberg nahe Trollhättan gestapft. Ich habe noch nie so viele Pilze auf einmal gesehen…
Ob das stimmt: “Grundlegende Pilzkenntnis ist Allgemeinwissen.”? Ich weiss leider nichts von Pilze, und genau so geht es meine Freunde. Vielleicht hat es mit Alter zu tun? Je älter, desto mehr Interesse vom Wald, Pilze, Blumen etc? Nur eine Idee, da meine Eltern gerne im Wald gehen, aber ich und meine Freunde eher weniger. Hat vielleicht auch damit zu tun, wo man aufgewachsen ist.
Dass grundlegende Pilzkenntnisse zum Allgemeinwissen gehören, entspricht nicht meinen Erfahrungen (Småland, Blekinge). Außer Kantareller kennen viele Schweden nicht viel und nehmen auch nicht viel aus dem Wald mit. Freilich wird es auch kenntnisreichere Leute geben, jedoch vermute ich, dass mancher osteuropäische Einwanderer ebenfalls meiner Meinung ist und nicht selten zufrieden mit vollem Korb nach Hause kommt …
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