Bald keine Öre-Münzen mehr

Im schwedischen Parlament, dem Riksdagen, wurde heute beschlossen, die kupferne 50-Öre-Münze ab Ende September 2010 abzuschaffen. Die Ein-Kronen-Münze wird dann also die kleinste Bargeldeinheit sein.

Als Grund für die Abschaffung wird angeführt, dass die 50 Öre immer weniger verwendet und dass sie von der Mehrheit der Schweden für überflüssig gehalten wird. Preise werden aber weiterhin mit Öre angegeben und beim Einkaufen wird – wie auch jetzt schon – am Ende auf die nächste Münze gerundet.

Der einzige Unterschied wird also sein, dass man kein lästiges Kupfer mehr mit sich herumträgt. Fein.

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  1. Das ist wohl skandinavischer Pragmatismus. Auch in Finnland, dass ja eigentlich die gleichen Euro-Münzen wie viele andere Länder hat, gibt es die 1- und 2-Cent-Münzen nur für Sammler (oder Touristen).

  2. Die 50-öringar sind mir relativ egal, aber auch nicht schlecht, wenn der Kram wegkommt.

    Praktischer scheint es mir jedoch, wenn man die 1 Kr und 5 Kr Münzen jeweils kräftig an Größe reduzieren würde: Sie entsprechen ja auch nur ca. 0,1 bzw. 0,5 €. Diese großen Dinger hier lassen ja das Portemonnaie bersten.

    Und den 20 Kr-Lappen bitte in eine entsprechende Münze.

  3. Die Niederlande haben auch so eine Rundungsregelung.

    Ich brauche die Kupfermünzen auch kaum. Allerdings: so praktisch die Abschaffung auch sein mag, so ist das Raster doch deutlich gröber als bei den Nachbarländern oder der Niederlande.

  4. Ich überlege grade was wohl hier in Deutschland los wäre, wenn beschlossen würde, dass diese ganzen kleinen Münzen wegfallen würden und dementsprechend die Preise aufgerundet würden…Ich persönlich fänd das recht praktisch, aber es gibt ja Leute die immer was zu mosern haben.

  5. Das ist doch die alte Laier, dass man die kleinen Münzen einstampft um irgendwas grosses zu erreichen. Ich dachte auch, als der Euro einführt wurde in der EMU Mitgliedstaaten, dass diese kleinen 1, 2. und 5 Cent Stücke wegfallen, doch anscheinend wollte man mit diesen Münzen das Volk weiterhin Werbetechnisch veralbern.

    Das die ÖRE verschwinden soll, finde ich praktisch zwar richtig, doch ÖRE-mässig doch schade, bin ich doch damit aufgewachsen;-)

    Also hej då öre;-)

  6. Ich verstehe nur nicht, warum dann immer noch Preise mit Öre ausgezeichnet werden. In meinen Augen nur ein Werkzeug, dem Käufer eines Produktes psychologisch vorzugaukeln es wäre günstiger und hinterher wird eh gerundet, weil es nicht auf diese Art bezahlt werden kann – aber vielleicht denke ich da zu Deutsch.

  7. Es ist ein kleiner Unterschied. Wenn du mehrere Produkte einkaufst, wird an der Kasse der Gesamtbetrag auf die Öre genau zusammengezählt und erst dann gerundet. Dadurch verteilt sich der Rundungsfehler mehr. Zahlt man hingegen mit Karte, wird der Betrag auf die Öre genau belastet.

    Historisch gesehen haben fast alle Währungen noch eine Untereinheit. Sogar die italienische Lire war in 100 Centesimi aufgeteilt, obwohl diese Einheit keinerlei praktischen Zweck mehr erfüllte. In Schweden sind die Verhältnisse natürlich nicht so krass.

    Der Hang zu den psychologischen Schwellenpreisen wird aber bei jeder Konstellation beibehalten. Eigentlich seltsam, denn wer denkt sich bei 49,99 noch allen Ernstes “Oh, das kostet ja nur 40” ?

  8. @Fabian: Ich zahle auch mit Karte, vor allem in Supermärkten, gerundete Beträge. Daher habe ich irgendwann auch nicht mehr verstanden, wozu es die Ören eigentlich gibt.

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