Wort der Woche: Jämförpris

Jämföra bedeutet “vergleichen” und pris “Preis”. Der “Vergleichspreis” ist die Zahl, die man neben dem eigentlichen Preis bei fast allen Waren in schwedischen Supermärkten sieht. Sie zeigt den Preis auf eine standardmäßige Gewichts- oder Volumeneinheit umgerechnet, so dass das Vergleichen von Preisen zwischen Waren, die in unterschiedlich großen Verpackungen verkauft werden, einfacher wird.

Mag sein, dass man solche Vergleichspreise mittlerweile auch in Deutschland und anderswo sieht, aber ich empfand sie damals als “typisch schwedisch” als ich auswanderte. Wenn jetzt in Deutschland die vorgegebenen Verpackungsgrößen wegfallen, sollten auch dort bald zwei Preisangaben zum Alltag gehören.

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  1. An den jämförpris hatte ich mich in Schweden auch sehr schnell gewöhnt und habe ihn, zurück in Deutschland, wirklich vermisst. Ich empfand das auch als sehr schwedisch, sehr praktisch und durchdacht.

    Mittlerweile habe ich ähnliches aber auch in Deutschlands Supermarktketten gesichtet, ob das aber Pflicht ist oder freiwilliger Service weiß ich nicht.

  2. Joh, ist Pflicht, sonst hätten sie’s wohl nicht gemacht. ;)

    Was den Wegfall von „genormten" Packungsgrößen angeht: Da wird seitens der Wirtschaft argumentiert, man könne jetzt beispielsweise auch „Single-Größen" anbieten. So’n Blödsinn, denn kleinere Milch-Packungen waren auch jetzt schon möglich, ½-Liter, ¼-Liter, nur sieht man die in den Supermärkten so gut wie nie; genauso gibt es doch auch schon lange ½, â…“, ¼ Liter bei Cola&Co. Also natürlich geht es ausschließlich darum, versteckte Preiserhöhungen zu ermöglichen, alles andere ist m.E. Augenwischerei.

  3. Der Grundpreis ist EU-Recht: seit 2000 muss bei jedem Produkt der Preis umgerechnet auf standardisierte Füllmengen (ein Liter oder ein Kilogramm) angeführt sein.

    Nachzulesen z.B. hier: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3861&Alias=Wzo&cob=405235

    Und wie in dem Artikel richtig bemerkt wird, er springt einem nicht grade in die Augen…

  4. die angabe vom preis pro (beispielsweise) 100 ml ist zumindest bei kosmetikprodukten wie shampoo, pafrum oder ähnlichem auch schon länger in deutschland zu finden… allerdings eigentlich nur bei müller und DM…

  5. In Deutschland steht bei Wurst und Käse beispielsweise auch ein Kilopreis klein drunter. In einem fünftel der ÜPreisschriftgröße zwar, aber es steht da. Ich kenns kaum ohne. ZUmindest erinnere ich mich nicht bewusst daran, dass sowas ganz neu wäre…

  6. Den “Jämförpris” gibt es nicht nur im Supermarkt – richtig praktisch ist er beispielsweise auch bei Strompreisen. Da muss er nämlich auch immer mit angegeben werden. Das ist dann der Kilowattstundenpreis plus einem geschätzten Anteil der fixen Jahreskosten. Dadurch sind Anbieter mit hohen Grundpreisen schnell entlarvt.

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