Die schwedische Krone hat sich wegen ein paar guten Nachrichten aus der Wirtschaft gegenüber Dollar und Euro zuletzt ein wenig erholt und liegt derzeit bei etwa 10,25 Kronen/Euro.
Dass man in Schweden vielerorts mit Euro bezahlen kann und dass einige Gemeinden ihn sogar als offizielle Zweitwährung eingeführt haben, wusste ich. Äußerst interessant fand ich dagegen gestern, wie ich meine übrig gebliebenen Euro loswurde.
Die Wechselstube wollte mir nur 9,8 Kronen/Euro geben, was ich dankend ablehnte. Beim Kleidung kaufen, bekam ich einen viel besseren Deal: 11,25 Kronen/Euro! Das liegt weit über dem offiziellen Kurs, die Läden machen also Verlust dabei, besonders weil man das Wechselgeld in Kronen bekommt und damit die Geschäfte als Wechselstube missbrauchen kann. Den Grund für diese “Großzügigkeit” vermute ich darin, dass man einen über einen gewissen Zeitraum gemittelten Kurs verwendet und deshalb die aktuelle Stärkung der Krone noch nicht angekommen ist.
Mit diesem Kurs würde man sogar einen Gewinn machen, wenn man seine schwedische Kreditkarte in Euro belastet und die eigene Bank zurückrechnen lässt. Seltsame Welt.
Schlagworte: Europa, Geld, Seltsam, Wirtschaft
Auch bei den Fährfahrten kann man die Wechselkursschwankungen nutzen. Bei Stenaline wird auf der schwedischen Internetseite in Kronen gerechnet und auf der deutschen bzw. internationalen in Euro. Selbst bei dem heutigen Kurs sind die gleichen Fahrten auf der schwedischen Seite ca. 10 Prozent billiger als auf der deutschen. Als die Krone vor einigen Wochen noch schwächer war, war der Unterschied noch größer. Wer der schwedischen Sprache mächtig ist, kann also durchaus Geld sparen (da man mit Kreditkarte bezahlt und dann ein online-Ticket bekommt, ist es egal, welche Seite man nimmt).
Ich vermute, dass auch dort die Preise festgelegt wurden, als die Krone noch stärker war.
Ich vermute eher, daß Stenaline einfach Fremdwährungsgebüren (die sich am Wechselkurs orientieren und daher variabel sind) von im Moment gerade eben10% auf den Europreis draufschlägt, weil es Euro-Einnahmen wahrscheinlich zu eben diesen Kosten + etwas Gewinn in Kronen wechseln muß oder diese in getrennten Büchern und Konten führen muß, was auch wieder Mehrkosten verursacht.
Fedelm
2 Kommentare
RSS-Feed für Artikel-Kommentare
Trackback-Link: http://www.fiket.de/2009/08/04/mit-euro-bezahlen/trackback/