Skridskoåkare

Schlittschuhläufer

Man beachte die vorbildliche Ausrüstung:

  • Eisstäbe zum Prüfen der Eisstärke. (Nebeneffekt ist, schneller/stabiler vorwärts zu kommen).
  • Kleine Eispickel (isdubbar) um den Hals. Mit denen hat man eine Chance, sich nach einem Einbruch aus dem Wasser aufs Eis zu ziehen.
  • Wurfbares Seil außen am Rucksack. Dieses ist am Hüftgurt festgemacht (optimalerweise auch durch einen Karabiner oben am Schultergurt geführt) und kann sowohl vom im Wasser liegenden als auch vom Retter dem jeweils anderen zugeworfen werden.
  • Rucksack mit wasserdicht verpacktem komplettem Satz Kleidung. Der Inhalt ist selbsterklärend nützlich; der Rucksack gibt auch zusätzlichen Auftrieb im Wasser und hat bestenfalls einen Gurt durch den Schritt, damit er nicht nach oben rutscht.
  • Ein Mitfahrer. Man sollte nie alleine aufs Eis.
  • Nicht im Bild: Wissen und Können. Für Neulinge gibt es sehr aufschlussreiche Büchlein zur Eiskunde, also wie man gefährliche Stellen erkennt, wo sie üblicherweise auftreten und wie man sich verhält. Und Erfahrung bekommt man mit der Zeit, auch auf von Vereinen organisierten Ausflügen. Für erfahrene Gruppen ist es nur ein kurzer Aufenthalt, wenn einer einbricht. Rausziehen, umziehen, weiter. Man wagt sich im Schärengarten der Ostsee aufs frisch gefrorene Eis an der Grenze zum offenen Wasser – dort ist das schneefreie, beste und glatteste Eis. Manche fahren auch gleich in Neopren-Anzügen.

    Ich war diese Saison schon mehr als zehn mal auf dem Eis in unserer Nähe, wo die Gemeinden breite Bahnen vom Schnee räumen. In weniger als zwei Wochen werde ich am Krogrännet teilnehmen, einem organisierten Lauf über vier Seen/Buchten im nördlichen Stockholm (34 km gesamt, davon 6 über Land). Auch für das Vikingarännet über die 80 km von Uppsala nach Stockholm sind die Voraussetzungen heuer dank der frühen und andauernden Kälte gut. Allerdings soll es ab heute wieder viel schneien…

    Bisheriges zum Thema Eislaufen.

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  1. Typo: Isdubbar, inte isbubbar!

  2. Tack! Fixat.

  3. Hej!
    Ich hab gerade einen bericht im Fernsehen gesehen, wo auch diese kleinen Eispickel zum Einsatz kamen. Mit Schülern übte man in Nordschweden den Einbruch ins Eis – in ganz normaler Kleidung bibber

    Ich finde solche Aktionen gut, mit ein wenig Einsatz können viele Leben gerettet werden. :)

  4. Ja, bei Gelegenheit werde ich das auch mal machen – unter Anleitung, aber mit derselben Kleidung, in der ich sonst auch fahre. Man hat ja nicht allzu viel an wegen der Anstrengung, auch wenn es kalt ist…

  5. ich hab den Bericht auch gesehen und es hat mich das im Eis groß ausgesägte Loch ein wenig irritert.
    Denn ich denke, wo man einbricht ist das Eis dünn und der Rand von der Einbruchstelle ist dann auch dünn und wenig haltbar. Mit dem Ergebnis, daß die Eiskante beim Versuch rauszukommen dann immer wieder wegbricht.
    Der Hinweis hat mir da ein wenig gefehlt, oder ist das in Skandinavien anders?
    Ansonsten: schon beeindruckend!

  6. Tiger: Das ist völlig richtig. Man sollte versuchen, in die Richtung, aus der man kam, wieder aufs Eis zu kommen – bis wenige Meter bevor man einbrach hielt es ja. Und im Liegen verteilt man sein Gewicht besser als auf den Schlittschuhen. Zusätzlich legt man die Stäbe quer vor sich aufs Eis und zieht sich auf diese, also nochmal etwas bessere Gewichtsverteilung.

    Das alles funktioniert aber nicht, wenn man mit Langlaufskiern unterwegs war. Abgesehen davon, dass man diese im Wasser liegend zuerst losbekommen muss, dauert es wegen der größeren Fläche im Vergleich zu Schlittschuhen viel länger bis man einbricht. Dann kann Eis, das zum herausziehen hält, sehr weit weg sein und man muss sich dahin “brechen”. Das ist richtig gefährlich wenn man keinen Retter hat.

  7. Ich frage mich schon länger, wie es sein würde, wenn man durch das Eis auf einem Fluss brechen würde. Besteht bei solch einem Einbruch nicht die Gefahr, dass man von der Flussströmung erfasst wird und für immer unter dem Eis verschwindet? Ich denke, dass man beim Eislaufen auf einem See ganz in der Nähe des Einbruchlochs bleiben würde und damit eine Rettung viel wahrscheinlicher ist.

  8. Auf strömendes Wasser geht man nicht (nie!), wenn man nicht lebensmüde ist. :)

  9. OK. Ich war bisher immer davon ausgegangen, dass es unter dem gefrorenen Eis auf Flüssen trotzdem noch eine Strömung gibt. Aber da liege ich wohl total falsch. Die Strömumg kommt wahrscheinlich zum Erliegen, weil sich durch das Eis irgendwo Barrieren aufbauen und sich der Fluss in viele stille Seen teilt!? Prüft man ein Erliegen der Strömung eigentlich vorher, wenn man sich auf einen Fluss mit dicker Eisschicht begibt, oder ergibt sich das immer, sobald die Eisdecke dick genug ist.

    Ich frage nur, weil ich irgendwann mal in der Zukunft liebend gern mal eine Mehrtagestour auf Schlittschuhen machen würde. In einer Hütte am Fluss übernachten und am nächsten Morgen wieder aufs Eis. Kennt jemand Gebiete, wo man so etwas machen könnte?

    Vielleicht ist diese Idee auch sehr unrealistisch, denn das größte Problem wird sicherlich der Schnee sein. Bis sich eine ausreichend dicke Eisdecke gebildet hat, wird es meistens schon mindestens einmal geschneit haben.

  10. Nein, ich meinte das anders. Fließende Gewässer sind tückisch, weil die Strömung das Eis ungleich wachsen lässt und auch von unten wieder angreift. Das Eis, das an einer Stelle dicke hält, kann 5 Meter weiter nachgeben.

    Dass kleinere Flüsse ganz zufrieren, kann schon sein (wo soll das fließende Wasser herkommen, wenn es seit Wochen zehn Minusgrade hat), aber auch dann können das mehrere Lages sein, so dass man sich schwer verletzen kann, wenn die oberste nachgibt.

    Nur Gewässer mit sehr schwacher Strömung sind befahrbar, zum Beispiel der Göta Kanal mitten durch Schweden. Aber auch da sollte man sich vorab erkundigen, welche Strecken geeignet sind.

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