Wort der Woche: Rasrisk

Rasrisk

Wovor warnt dieses Schild?

Rasrisk besteht aus ras und risk, wobei letzteres, unschwer zu erraten, “Risiko” bedeutet. Ras kann zweierlei sein: “Rasse” oder “Sturz, Einsturz, Lawine”. Was gemeint ist, kann man entweder am grammatikalischen Geschlecht des Wortes erkennen oder muss es sich – wie hier, wo man dieses nicht sieht – aus dem Zusammenhang ableiten.

Zur Zeit wird in Stockholm selbstverständlich nicht an jedem zweiten Haus vor einem “Rassenrisiko” gewarnt, sondern vor herabfallendem Eis und Schnee.

Eiszapfen Mit Minusgraden seit Mitte Dezember und regelmäßig mehr Schnee fällt so einiges von den Dächern der Stadt und ich bin erst heute wieder von einem Passanten angesprochen worden, weil er fand, ich ginge zu nah an der Hauswand. Ihn habe erst dieser Tage ein Eiszapfen an der Jacke gestreift.

An bekannten Stellen werden Schilder wie das obige aufgestellt und teilweise auch der halbe Bürgersteig abgesperrt. Außerdem gibt es den Beruf des Takskottare, dessen Aufgabe ist, auf Dächern Schnee zu schippen, um das Herabfallen kontrolliert zu verursachen. Wer meint, ein potentiell gefährliches Dach entdeckt zu haben, kann die Eiszapfen-Hotline anrufen, die dann den Hausbesitzer dazu auffordert, Takskottare anzuheuern. Firmen in dieser Branche haben diesen Winter Hochkonjunktur.

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  1. So ein Eiszapfen kann durchaus zum sofortigen Tod führen oder zumindest schwere Folgeschäden verursachen.

  2. So ein Schild (‘Vorsicht Dachlawinen’ könnte es ja geben) sucht man hier vergebens, da sind nur manchmal Teile des Bürgersteigs mit Flatterband abgesperrt und zumindest in den ersten Wochen hat das keiner kapiert (man guckt ja nicht immer nach oben), sondern alle sind durchgelatscht.

    Du bist übrigens offenbar schon so verschwedet, dass Du die falsche Flagge an den Hotline-Link gemacht hast, ich kann das jedenfalls nicht lesen :)

  3. Ah, Flagge berichtigt, danke! :)

  4. @strcmp: im tiefsten Bayern sind mir die Schilder ‘Vorsicht Dachlawine’ schon des öfteren begegnet…

  5. Die Wahrscheinlichkeit ist aber trotzdem gering, getroffen zu werden. Im Vergleich sind die völlig vereisten Fußwege viel gefährlicher. Mich hat es heuer schon mehrmals hingelegt…

    http://www.sr.se/cgi-bin/international/nyhetssidor/artikel.asp?nyheter=1&programid=2108&artikel=3443786

  6. Als ich am Monatsanfang in Stockholm war, waren auch überall diese Schilder und sehr oft wurde ich von Leuten aufgehalten, weil man für kurze Zeit die Straße gesperrt hatte um den Schnee vom Dach zu holen.

    So’n riesigen Eiszapfen wollte ich auch nicht unbedingt abbekommen. Könnte böse enden.

  7. Wie z.B. hier
    http://www.svd.se/nyheter/inrikes/han-fick-isblock-i-huvudet_4338463.svd

    Da ist man selbst auf Abstand von der Hauswand in gefährlicher Umgebung.

  8. Irgendwann musst du mal ein kleines Büchlein mit allen gesammelten Wörtern rausgeben!

  9. Hehehe, ja, das liegt irgendwie auf der Hand. Ist trotzdem nicht wenig Zeitaufwand…

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