Snöstorm

Für den Rest des Tages soll bei um die -12° der bisher heftigste Schneesturm dieses Winters über Stockholm kommen. Als ob der Winter dieses Jahr noch irgendetwas zu beweisen bräuchte…
Warunungskarte von SMHI
(Bild: nachbearbeitetes Bildschrimfoto von smhi.se)

Nachtrag 2010-02-22: Das Wort “Sturm” war vielleicht übertrieben, aber es hat ordentlich geschneit – und zwar diese kleinen Flocken, die bei zehn Minus kommen. Die werden sehr leicht vom Wind getragen und bilden Verwehungen. Das hat zu den größten Verkehrsproblemen bisher geführt: Der Zugverkehr von und nach Stockholm war gestern stundenlang ausgesetzt; Verspätungen bis 15 Stunden und reihenweise eingestellte Züge. Für heute rieten die Stockholmer Verkehrsbetriebe, wenn möglich zu Hause zu bleiben. Meine U-Bahn-Linie (die rote) fuhr jedoch, allerdings in größeren Abständen und deshalb so überfüllt, dass ich nicht mit der erstem mitkam.

Das Wetter dominiert zur Zeit die schwedischen Nachrichten.

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  1. Mein Beileid. Am Bodensee war es heute schon ziemlich frühlingshaft :)

  2. Es ist recht nützlich das Wetter in Schweden zu verfolgen, denn es hat meistens recht sicher Ausläufer nach Deutschland.

  3. Jonas: Zur Zeit gibt es aber eine deutliche Wetter-Grenze mit 10 Grad Unterschied zwischen Skandinavien und dem Kontinent… Heute morgen waren es wieder mal -20 Grad in Stockholm.

  4. Kaum stelle ich mir so eine Regel auf, schon wird sie gebrochen. Künstlerpech.

    Was mich aber fasziniert ist, dass die Schweden das alles ohne größeren Aufschrei so hinnehmen, also das Verkehrschaos, obwohl man da hätte vorsorgen können.
    In Deutschland wären die Medien ja voll mit Vorwürfen und alle würden sie lauthals auf die Bahn schimpfen.

  5. Ach, ich finde den Aufschrei gibt es schon. Kaum ein anderes Thema beherrscht die Medien zur Zeit so sehr. Auch Schweden werden sauer, wenn sie stundenlang bei 15 minus warten müssen und 3 Stunden anstatt einer halben für den Arbeitsweg brauchen. Gestern war richtiges Chaos und heute soll es nicht besser werden. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Betreibern, der staatlichen Schienenbehörde und der Politik sind in vollem Gange.

    Die Fehler sind im einzelnen immer erklärbar (vereiste Züge und Weichen), aber das strukturelle Problem scheint zu sein, dass das Schienennetz um Stockholm seit Jahren an der Kapazitätsgrenze ist und nur wenig ausgebaut wurde. Wenn dann was schiefgeht, gibt es kaum Ausweichstrecken und die Folgen sind immer gleich Totalausfälle auf gewissen Strecken. Die bisherigen neun Wochen Winter kam man recht gut durch, der Schnee letztes Wochenende war der Tropfen, der das Fass bersten ließ.

  6. Das Problem betrifft, glaube ich, das gesamte schwedische Schienennetz und ist ein echtes Politikum. Trotz aller vollmundigen Versprechen wird zu wenig für den Bahnverkehr getan, bzw. investiert. Hier in Göteborg ist es jedenfalls nicht viel besser als in Stockholm. Meine Fahrt zur Schule war gestern ein kleines Abenteuer. Bus und Tram kamen viel zu spät oder garnicht und fuhren teilweise völlig andere Strecken als normal… Habe es aber doch noch geschafft, wenn auch zum ersten Mal mit gehöriger Verspätung. Herr laß es Frühling werden!

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