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	<title>Comments on: Blase am schwedischen Wohnungsmarkt?</title>
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	<description>das Blog aus und über Schweden</description>
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		<title>By: Jonas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62731</link>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 22:46:33 +0000</pubDate>
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		<description>Scheint mir kein Einzelfall zu sein, der Zustand des Wohnhauses, so rein aus meiner persönlichen Erfahrung in Stockholm - wobei das hier ja in Göteborg ist.

http://svt.se/2.22620/1.1907108/ingen_rasrisk_pa_utrymt_hoghus</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Scheint mir kein Einzelfall zu sein, der Zustand des Wohnhauses, so rein aus meiner persönlichen Erfahrung in Stockholm &#8211; wobei das hier ja in Göteborg ist.</p>
<p><a href="http://svt.se/2.22620/1.1907108/ingen_rasrisk_pa_utrymt_hoghus" rel="nofollow">http://svt.se/2.22620/1.1907108/ingen_rasrisk_pa_utrymt_hoghus</a></p>
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		<title>By: Jonas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62723</link>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:55:39 +0000</pubDate>
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		<description>Es wird, speziell im Innenstadtbereich, immer mehr versucht die reinen Wohnsiedlungen zu eigenständigen Bereich umzubauen. Das will heißen, dass man dort nicht nur wohnen kann, sondern, dass es auch Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten geben soll, aber auch Raum für Büros. Man will also auch vor Ort Arbeitsmöglichkeiten anbieten, um dem, was Fabian ansprach, entgegen zu wirken.

Aber die Realisierung dessen ist auf 10-15 Jahre und noch länger ausgelegt. Und das ist eine sehr lange Zeit, in der viel passieren kann. Man sehe sich nur an, wie sehr die Balkanisierung (also der Fall des Eisernen Vorhangs) den Norden Europas verändert hat. Das wird nicht nur von mir so gesehen, dass also die Mafia floriert. Das habe ich schon in diversen schwedischsprachigen Artikeln gelesen. Es war nur nicht so dramatisch formuliert, wie ich es gemacht habe, weil man doch noch versucht Positives dem ganzen abzugewinnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird, speziell im Innenstadtbereich, immer mehr versucht die reinen Wohnsiedlungen zu eigenständigen Bereich umzubauen. Das will heißen, dass man dort nicht nur wohnen kann, sondern, dass es auch Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten geben soll, aber auch Raum für Büros. Man will also auch vor Ort Arbeitsmöglichkeiten anbieten, um dem, was Fabian ansprach, entgegen zu wirken.</p>
<p>Aber die Realisierung dessen ist auf 10-15 Jahre und noch länger ausgelegt. Und das ist eine sehr lange Zeit, in der viel passieren kann. Man sehe sich nur an, wie sehr die Balkanisierung (also der Fall des Eisernen Vorhangs) den Norden Europas verändert hat. Das wird nicht nur von mir so gesehen, dass also die Mafia floriert. Das habe ich schon in diversen schwedischsprachigen Artikeln gelesen. Es war nur nicht so dramatisch formuliert, wie ich es gemacht habe, weil man doch noch versucht Positives dem ganzen abzugewinnen.</p>
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		<title>By: Fabian</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62713</link>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:00:13 +0000</pubDate>
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		<description>Slum ist freilich ein scharfes Wort, aber es geht schon in die richtige Richtung. Die Häuser dort mögen teilweise schick sein. Freunde von mir wohnten in einem recht modernen Haus in Husby.
Das Problem ist das Umfeld. In solchen als reine Schlafstädte konzipierten Plattenbausiedlungen ist die Arbeitslosigkeit hoch. Ich selbst habe in einem solchen Bezirk gelebt, und auch wenn die Wohnung ok war, man nie angeböbelt oder bedroht wurde und die Infrastruktur prima ist, will man nicht unbedingt irgendwo hinziehen, wo mindestens einmal im Quartal ein Auto, der Kindergarten oder die Pizzeria angezündet wird.

Das ist kein Banlieu und auch nicht Neukölln, aber trotzdem kein allzu guter Ort, seine Kinder aufwachsen zu lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Slum ist freilich ein scharfes Wort, aber es geht schon in die richtige Richtung. Die Häuser dort mögen teilweise schick sein. Freunde von mir wohnten in einem recht modernen Haus in Husby.<br />
Das Problem ist das Umfeld. In solchen als reine Schlafstädte konzipierten Plattenbausiedlungen ist die Arbeitslosigkeit hoch. Ich selbst habe in einem solchen Bezirk gelebt, und auch wenn die Wohnung ok war, man nie angeböbelt oder bedroht wurde und die Infrastruktur prima ist, will man nicht unbedingt irgendwo hinziehen, wo mindestens einmal im Quartal ein Auto, der Kindergarten oder die Pizzeria angezündet wird.</p>
<p>Das ist kein Banlieu und auch nicht Neukölln, aber trotzdem kein allzu guter Ort, seine Kinder aufwachsen zu lassen.</p>
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		<title>By: Thomas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62712</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 11:35:11 +0000</pubDate>
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		<description>Die Segregation in Stockholm ist ja auch ein aktuelles Diskussionsthema, siehe &quot;z.B. hier(sv)&quot;:http://www.dn.se/sthlm/fyra-forskare-om-segregationen-i-stockholm-1.1052435.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Segregation in Stockholm ist ja auch ein aktuelles Diskussionsthema, siehe <a href="http://www.dn.se/sthlm/fyra-forskare-om-segregationen-i-stockholm-1.1052435" class="sv">z.B. hier</a>.</p>
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		<title>By: Jonas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62696</link>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 20:41:25 +0000</pubDate>
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		<description>Nein, super-modern sind die nicht. Weder von außen noch von innen. Wobei ich in der Gegend von Nacka schon sehr hübsche Wohngegenden gesehen habe, wo die Blocks auch nicht so hoch sind. Aber da wo ich zeitweise gewohnt habe, nahe T-Alby, brummte z.B. ständig ein Lüfter irgendwo. Schlafen konnte ich davon jedenfall nicht. Und wirklich dicht waren die Fenster auch nicht. Das Klientel, das da rumlief, schaffte eine Ghetto-mäßige Athmosphäre und zahlreiche Newsmeldung von SR.Stockholm belegten diese krimiell-angehauchte Athmosphäre. Ich versuchte ja noch das Gute zu sehen, aber für mich war da einfach nichts. Abstellgleis nenne ich sowas. Aber: es gibt auch in deutschen Großstädten solche Ecken, die tatsächlich noch schlimmer angehaucht sind. Ich stelle jetzt aber kein Slum-Ranking auf. Slum ist Slum. Oder nennen wir es Ghetto, klingt vielleicht schöner.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, super-modern sind die nicht. Weder von außen noch von innen. Wobei ich in der Gegend von Nacka schon sehr hübsche Wohngegenden gesehen habe, wo die Blocks auch nicht so hoch sind. Aber da wo ich zeitweise gewohnt habe, nahe T-Alby, brummte z.B. ständig ein Lüfter irgendwo. Schlafen konnte ich davon jedenfall nicht. Und wirklich dicht waren die Fenster auch nicht. Das Klientel, das da rumlief, schaffte eine Ghetto-mäßige Athmosphäre und zahlreiche Newsmeldung von SR.Stockholm belegten diese krimiell-angehauchte Athmosphäre. Ich versuchte ja noch das Gute zu sehen, aber für mich war da einfach nichts. Abstellgleis nenne ich sowas. Aber: es gibt auch in deutschen Großstädten solche Ecken, die tatsächlich noch schlimmer angehaucht sind. Ich stelle jetzt aber kein Slum-Ranking auf. Slum ist Slum. Oder nennen wir es Ghetto, klingt vielleicht schöner.</p>
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		<title>By: Thomas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62694</link>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 19:05:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fiket.de/?p=4553#comment-62694</guid>
		<description>Mal die Gegenfrage: Hat einer von euch eigene Erfahrungen von den erwähnten Randgebieten? Ich wäre skeptisch, sie &quot;Slums&quot; zu nennen, habe aber auch nur wenig Einblick.

Ich kann aber sagen, dass die erwähnten, von außen hässlichen Hochhäuser des Millionen-Programms innen oft super-modern renoviert sind. Wir hatten uns selbst bei der Wohnungssuche ein paar solche angeschaut. Natürlich gibt es Unterschiede zur Innenstadt, aber doch, der könnte bestimmt noch viel größer sein.

Eine genauere Untersuchung würde ich gerne sehen, aber ich könnte wetten, dass die Stockholmer Vorstädte im Vergleich zu denen der anderen europäischen Hauptstädte (oder auch weltweit) sehr gut abscheiden würden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mal die Gegenfrage: Hat einer von euch eigene Erfahrungen von den erwähnten Randgebieten? Ich wäre skeptisch, sie &#8220;Slums&#8221; zu nennen, habe aber auch nur wenig Einblick.</p>
<p>Ich kann aber sagen, dass die erwähnten, von außen hässlichen Hochhäuser des Millionen-Programms innen oft super-modern renoviert sind. Wir hatten uns selbst bei der Wohnungssuche ein paar solche angeschaut. Natürlich gibt es Unterschiede zur Innenstadt, aber doch, der könnte bestimmt noch viel größer sein.</p>
<p>Eine genauere Untersuchung würde ich gerne sehen, aber ich könnte wetten, dass die Stockholmer Vorstädte im Vergleich zu denen der anderen europäischen Hauptstädte (oder auch weltweit) sehr gut abscheiden würden.</p>
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	<item>
		<title>By: Jonas</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62688</link>
		<dc:creator>Jonas</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 17:33:28 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Der Kontrast zwischen Rand und Zentrum könnte größer gar nicht sein.&quot;

Absolut. Ich nenne die Randgebiete schlicht Slums (3. Welt) und den Innenstadtbereich die 1. Welt.
Und schlimm finde ich auch, dass das anscheinend gewollt ist, denn die, die das regeln wissen ja davon.
Ich sehe auf der Website von Stockholm und der bostad-Seite von denen immer wieder Artikel, dass man seinen Vorort so mag und wie froh man um eine Wohnung ist (man lässt also die entsprechenden Bewohner sprechen), aber ich finde das dermaßen zynisch...für manche ist das sicherlich eine Verbesserung der Lebensverhältnisse, aber wer schon &quot;1. Welt&quot; gewohnt ist, der wird sowas nicht akzeptieren (auch die Schweden nicht wirklich, sprich wollen da nicht wohnen bzw. mögen keine Hochhäuser). Wunderbar aneinandergereihte 10-stöckige Hochhäuser, gerne bis zu 20 auf 1-2 qm^2...aber darüber schrieb ich ja bereits vor einiger Zeit...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Kontrast zwischen Rand und Zentrum könnte größer gar nicht sein.&#8221;</p>
<p>Absolut. Ich nenne die Randgebiete schlicht Slums (3. Welt) und den Innenstadtbereich die 1. Welt.<br />
Und schlimm finde ich auch, dass das anscheinend gewollt ist, denn die, die das regeln wissen ja davon.<br />
Ich sehe auf der Website von Stockholm und der bostad-Seite von denen immer wieder Artikel, dass man seinen Vorort so mag und wie froh man um eine Wohnung ist (man lässt also die entsprechenden Bewohner sprechen), aber ich finde das dermaßen zynisch&#8230;für manche ist das sicherlich eine Verbesserung der Lebensverhältnisse, aber wer schon &#8220;1. Welt&#8221; gewohnt ist, der wird sowas nicht akzeptieren (auch die Schweden nicht wirklich, sprich wollen da nicht wohnen bzw. mögen keine Hochhäuser). Wunderbar aneinandergereihte 10-stöckige Hochhäuser, gerne bis zu 20 auf 1-2 qm^2&#8230;aber darüber schrieb ich ja bereits vor einiger Zeit&#8230;</p>
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		<title>By: Fabian</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62679</link>
		<dc:creator>Fabian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 08:15:05 +0000</pubDate>
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		<description>@Jonas: eine Gleichheit hat es nie gegeben. Das Schlimme ist ja, dass dieser Wohnungsmarkt erst dadurch entstehen konnte, eben weil man auf Gleichheit bedacht ist. Die Mieten sind eng reguliert, so dass es wirtschaftlich nicht interessant ist, zu vermieten, sondern man lieber gleich verkauft. So sind die Mieten theoretisch überall gleich und damit auch die Verteilung der sozialen Schichten. In der Realität befördert dieses System aber die Ungleichheit nur noch mehr. Der Kontrast zwischen Rand und Zentrum könnte größer gar nicht sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jonas: eine Gleichheit hat es nie gegeben. Das Schlimme ist ja, dass dieser Wohnungsmarkt erst dadurch entstehen konnte, eben weil man auf Gleichheit bedacht ist. Die Mieten sind eng reguliert, so dass es wirtschaftlich nicht interessant ist, zu vermieten, sondern man lieber gleich verkauft. So sind die Mieten theoretisch überall gleich und damit auch die Verteilung der sozialen Schichten. In der Realität befördert dieses System aber die Ungleichheit nur noch mehr. Der Kontrast zwischen Rand und Zentrum könnte größer gar nicht sein.</p>
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		<title>By: Neuhier</title>
		<link>http://www.fiket.de/2010/02/24/blase-am-schwedischen-wohnungsmarkt/comment-page-1/#comment-62678</link>
		<dc:creator>Neuhier</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 08:07:21 +0000</pubDate>
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		<description>_Den_ schwedischen Immobilienmarkt gibt es gar nicht. In der Provinz herrscht ein mehr oder weniger normales Preisniveau für Grundstücke und Häuser. In den drei Großstadtregionen sieht das ganz anders aus, und Stockholms Innenstadt hat dann nochmal eine spezielle Qualität. Daß dieser besondere Markt mit seinen Irrsinnspreisen so unbeirrt weiterfunktioniert, liegt auch daran, daß in der ganzen Hauptstadtregion nach wie vor weitaus weniger Wohnungen gebaut werden, als für all die Zuwanderer nötig wären. Die genauen Zahlen habe ich leider nicht zur Hand, aber Stockholm ist populär wie immer und die Einwohnerzahl steigt kontinuierlich. Das wissen die Stockholmer Wohnungsspekulanten natürlich auch, und das mag dazu beigetragen haben, daß hier trotz aller Überschuldung kein nennenswerter Crash den Immobilienmarkt betroffen hat. (Man kann auch spekulieren, daß  die Wahrnehmung des landesweiten Marktes ein wenig davon abhängen mag, von wo man sie beobachtet, und die Regierung und Zentralbank sitzen nun nicht irgendwo im Wald, vielmehr können sie das perfekte Funktionieren des Irrsinns täglich mit eigenen Augen betrachten, ob nun im wirklichen Leben oder in den bücherdicken Immobilienbeilagen von SvD und DN.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den</em> schwedischen Immobilienmarkt gibt es gar nicht. In der Provinz herrscht ein mehr oder weniger normales Preisniveau für Grundstücke und Häuser. In den drei Großstadtregionen sieht das ganz anders aus, und Stockholms Innenstadt hat dann nochmal eine spezielle Qualität. Daß dieser besondere Markt mit seinen Irrsinnspreisen so unbeirrt weiterfunktioniert, liegt auch daran, daß in der ganzen Hauptstadtregion nach wie vor weitaus weniger Wohnungen gebaut werden, als für all die Zuwanderer nötig wären. Die genauen Zahlen habe ich leider nicht zur Hand, aber Stockholm ist populär wie immer und die Einwohnerzahl steigt kontinuierlich. Das wissen die Stockholmer Wohnungsspekulanten natürlich auch, und das mag dazu beigetragen haben, daß hier trotz aller Überschuldung kein nennenswerter Crash den Immobilienmarkt betroffen hat. (Man kann auch spekulieren, daß  die Wahrnehmung des landesweiten Marktes ein wenig davon abhängen mag, von wo man sie beobachtet, und die Regierung und Zentralbank sitzen nun nicht irgendwo im Wald, vielmehr können sie das perfekte Funktionieren des Irrsinns täglich mit eigenen Augen betrachten, ob nun im wirklichen Leben oder in den bücherdicken Immobilienbeilagen von SvD und DN.)</p>
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