Die ursprünglichen Vorwürfe gegen Julian Assange von Wikileaks wurden soeben weit weniger schwerwiegend, als die Staatsanwaltschaft bekannt gab, was ihm genau zulasten gelegt wird. Der eine Fall, der auf Vergewaltigung lautete, wurde komplett fallen gelassen, es wird also nicht einmal mehr wegen sexueller Belästigung ermittelt werden. Der Inhalt der Befragung der betroffenen Frau lasse kein Verbrechen erkennen, so Oberstaatsanwältin Finné. Der Anwalt der Frau hat gegen diesen Beschluss Einspruch erhoben.
Der Vorwurf bezüglich der zweiten Frau, der zunächst als sexuelle Belästigung eingestuft wurde, wird zwar weiter untersucht werden, wurde jedoch auf Belästigung (schwedisch ofredande) zurückgestuft, also ohne den Zusatz “sexuelle”.
Mit ofredande wird hierzulande alles von Telefonterror über Mobbing bis zu Handgreiflichkeiten bewertet und üblicherweise mit Geldstrafe geahndet, wobei eine Maximalstrafe von einem Jahr Gefängnis möglich ist.
Schlagworte: Assange, Kriminalität, News, Recht, Wikileaks
Ist aber interessant, dass zumindest ein klein wenig an der Story dran ist. Sonst hätte ich vermutet, dass, wer sich mit dem US-Geheimdienst anlegt, nunmal damit rechnen muss, es irgendwie abzubekommen.
Trackback von Rekursiv Paradoxon am 2010-08-25 um 19:58
Das, was du unter “ofredande” schreibst, ist ja immerhin etwas. Es ist nur ein Vorwurf, ja, aber immerhin hält die Anklage wenigstens das aufrecht.
Also, nun gibt es die Moeglichkeiten, dass entweder Assange luegt und der die zweite Frau belaestigt hat, sich mit mindestens einer der Frauen traf und diese die Chance, um ein wenig Geld und Ruhm zu verdienen sah, wobei es in diesem Fall auch plausibel waere, wenn beide sich kennen, was die Gleichzeitigkeit erklaeren wuerde, keine der Frauen kennt ihn persoenlich und wollten nur sein Image verletzen oder, wie im Falle einer Frau heiss diskuttiert wird, es gibt eine Verbindung zu Geheimdiensten. Letzetes allerdings kann auch durch verdeckte Beamte angeregt worden sein, was man dann nie beweisen koennen wird.
Am seltsamsten erscheint mir das die Staatsanwaltschaft selbst die Klage erhoben hatte und nicht die beiden Frauen. Da man die Staatsanwaltschaft wohl nicht der Falschanzeige behelligen kann sind die Frauen fein raus wenn es sich alles als heiße Luft entpuppt.
Würde mich jemand überfallen oder verletzen würde ich zumindest doch selbst die Anzeige erstatten wenn ich weiß das es die “Wahrheit” ist.
Trackback von tiyun.de am 2010-08-26 um 12:12
Der Mann will sich nach neuesten Informationen im Norden sesshaft machen. Da kann man sich den Rest ja bei denken…
“Zuletzt hatte Assange in einem Interview wiederholt, dass er entgegen den Anschuldigungen in Schweden nur einvernehmlichen Sex gehabt habe.”
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikileaks-Sprecher-wechselt-den-Anwalt-1074674.html
Meine Vermutung bestätigt sich…
12 Kommentare
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