Zwei Schwärme mit Dohlen letzte Woche abends. Mehr über diese Vögel und Uppsala steht hier.
Noch ein Bild »Artikel mit dem Schlagwort Uppsala und Foto.
Das schon erwähnte Sommerwetter mit rund 25 Grad hält immer noch an soll auch im Laufe der Woche nicht schlechter werden. Und schon ist das Brandrisiko (Karte) in Südschweden wieder auf der höchsten Stufe und in Norrland brennt der Wald.
Ich habe das Wochenende wie viele andere mit Grillen und einer Fahrradtour verbracht. Außerdem war ich am Samstag in Stockholm zum Fotografieren. Es fand nämlich der Stockholm Marathon statt, der die 15.000 Läufer zwei Mal rund um die Stadt führt – eine gute Gelegenheit, sich an beweglichen Motiven zu versuchen. Am Ende des Artikels sind ein paar Beispielbilder.
Wie man einen Marathon laufen kann, ist mir relativ unbegreiflich. Mit der Spitzengruppe hätte ich keine hundert Meter mithalten können. Nichtsdestotrotz werde ich schon morgen selbst an einem Lauf teilnehmen, dem Blodomloppet. Der ist mit fünf oder zehn Kilometern (mir reichen fünf) zwar weniger prestigeträchtig, hat dafür aber einen lustigen Namen: Blodomloppet bedeutet auf Deutsch “Blutkreislauf” – das Wortspiel funktioniert in beiden Sprachen. Es sind die Blutbanken, die diesen Lauf in mehreren schwedischen Städten organisieren.
Jetzt noch zu den Marathonbildern »Das Gebäude ist das Ekonomikum in Uppsala, das der Architekt Peter Celsing entworfen hat.
Blausterne und Schneeglöckchen, letzte Woche in einem Park in Uppsala.
Seit die digitale Revolution durch die Fotowelt gefegt ist, gibt es viel mehr ambitionierte Amateure, die nicht selten zu sehr guten Ergebnissen kommen. Ich glaube manchmal, mich und meine Fotos da auch mitrechnen zu können, aber das sollen andere beurteilen.
Auf jeden Fall gibt es immer wieder schlaue Menschen, die lieber versuchen, dieses Potential an Amateurfotos zu nutzen, anstatt einen Fotografen zu bezahlen. Das fängt damit an, dass man Anfragen bekommt, ob jemand die eigenen Fotos für irgendetwas verwenden darf (meine darf man, unter diesen Bedingungen), und geht damit weiter, dass Leute aus dem Bekanntenkreis zu geizig sind, einen Profi für ihre Hochzeit anzuheuern.
Eine unpersönlichere und – wie ich finde – besonders freche Methode, die Amateure anzuzapfen, sind Fotowettbewerbe. Dort sieht man oft, dass man mit dem Einreichen von Bildern unbegrenzte Nutzungsrechte an den Veranstalter abtritt. Der Wert dieser Bilder ist beträchtlich, denn man kann davon ausgehen, dass Leute ihre besten Bilder einreichen. Dieser Wert liegt weit über den ausgeschriebenen Preisen, auch wenn diese mittlere dreistellige Eurobeträge beinhalten. Schließlich bekommt der Veranstalter alle eingereichten Bilder zum Preis von einigen wenigen und ein Großteil der Fotografen verschenkt seine Fotos.
Ein schönes Beispiel kam mir heute unter: Die technisch-naturwissenschaftliche Fakultät hier in Uppsala ruft ihre Studenten und Doktoranden zum Fototävling auf und möchte Bilder in den Kategorien Forschung im Fokus, Technisches und naturwissenschaftliches Studium, Studentenleben und Gemeinschaft und Studenten und Arbeitswelt. Dass dabei tolles Material für Broschüren, Werbung und die Internetseiten zusammen kommt, ist nicht schwer zu erraten. Auf meinen Hinweis, dass ich die Abtretung der Nutzungsrechte für frech halte, erhielt ich die Antwort, dass das gleiche auch bei von der Uni beauftragten Berufsfotografen gilt. Das stimmt natürlich, aber die verlangen dafür ordentliches Geld und werden nicht gebeten, etwas zu verschenken.
Aber selbst wenn ich diese Art der Fotobeschaffung für unfair halte, sowohl gegenüber den Amateuren als auch den von Aufträgen beraubten Berufsfotografen, ist so ein Wettbewerb natürlich keine “Abzocke”. Es steht ja da, was die Bedingungen sind und keiner wird zur Teilnahme gezwungen. Trotzdem fürchte ich, dass viele gute Amateure ihre Bilder zu leichtfertig anderen zum Geldverdienen überlassen, und finde, dass diese Art aus den Studenten Kapital zu schlagen einer “altehrwürdigen” Universität nicht gut zu Gesicht steht.







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