Uppsala

Artikel mit dem Schlagwort Uppsala.

Das Håga-Flüsschen

Lang anhaltende Kälte, kein Schnee (der eine Zentimeter vom Weihnachtsabend gilt nicht), wenig Wind und Sonnenschein. Optimale Voraussetzungen, die Langlaufschlittschuhe hervorzuholen. Seit ein paar Tagen sind die Seen um Uppsala befahrbar und wir waren gestern auf den Funbosjön ein paar Kilometer östlich von Uppsala. Mehr Touren werden in den nächsten Tagen folgen.

Alle, die obigem Motto von Lasse Hjertson, dem Schreiber der aktuelle Eis-Berichte für Uppland, zustimmen, hoffen dieses Jahr auf eine längere Periode mit Eis. Letztes Jahr taute kurz nach Neujahr wieder alles weg.

Übers Eislaufen habe ich schon öfter geschrieben.

Kårleg

Studiausweis

Mit diesen Karten bekam ich die letzten 6 Jahre Einlass in die Studentnationen. Die beiden für Herbst 2001 und Frühjahr 2002, als ich hier Austauschstudent war, habe ich wohl verloren.

Seit diesem Semester wurde die schlichte Einfarbigkeit ohne Werbung leider aufgegeben und man hat den Ausweis mit einer der kommerziellen Rabattkarten für Studenten vereinigt.

Morgen ist es wieder soweit: Todestag von Alfred Nobel und Verleihung der diesjährigen Nobelpreise im stockholmer Stadshuset. Leider kommen die Physik-Preisträger dieses Jahr nicht wie sonst üblich nach Uppsala, um ihre Vorlesungen praktische 30 Sekunden Fußweg von meinem Büro zu halten.

2008-12-09 | 2 Kommentare

Gatan

Die Straße

Straßenszene in Uppsala von vor zwei Wochen. Mittlerweile ist aller Schnee wieder weg.

Unsere Wohnungssuche ist zu Ende. Ab Mitte Januar werden wir in Stockholms Stadtteil Bergshamra (Karte), an der “roten Linie” der U-Bahn leben. Fiket.de wird damit zum Hauptstadtblog.

Nachtrag: ... und ich zur 08.

2008-11-30 | 9 Kommentare

Es war ein wenig gespenstisch, im positiven Sinn, gestern Abend nach Hause zu kommen. In Flogsta, dem Studentenviertel in dem ich lebe, war der Strom ausgefallen. Keine Straßenbeleuchtung, Kerzenschein aus den Fenstern und wegen des vielen Schnees trotzdem nicht dunkel. Menschen auf den Wegen, die ansonsten vor ihren Computern gesessen wären. Was ich leider nicht mitbekommen habe, sondern in der Lokalzeitung lese: In den Stunden bis der Strom zurückkehrte entwickelte sich in Flogsta eine Schneeballschlacht mit etwa 300 Leuten. Toll.

Der heftige Wind hat sich gelegt doch es soll erst heute im Laufe des Tages aufhören zu schneien. Es liegt etwa ein halber Meter Schnee – so viel wie ich während meiner gut sechs Jahre hier kaum gesehen habe. Uppsala ist kein “Schneeloch”. Schon übermorgen soll es jedoch Tauwetter mit sechs Plusgraden geben. Dann bleibt nur zu hoffen, dass das lange genug anhält, dass die Wege völlig frei werden. Wieder gefrorener Schneematsch ist kein Spaß.

Man könnte glauben es sei Januar. Seit ein paar Tagen hat es in Uppsala konstant Minusgrade und wenn die Vorhersage stimmt, wird das auch noch eine Weile so bleiben. Auf den Radwegen hat sich schon die typische unebene Eisschicht aus gefrorenem Schmelzwasser, Regen und Schnee gebildet, die das Radfahren zu einem Abenteuer macht. Wie jedes Jahr spiele ich mit dem Gedanken, mir Reifen mit Spikes zu holen, werde es traditionsgemäß wohl aber wieder bleiben lassen. Dies ist mein siebenter Winter in Schweden, wenn ich mich nicht verzählt habe. Im milden Winter letztes Jahr gab es nur wenige Tage mit völlig vereisten Radwegen und die waren im Januar. Wir haben November. Die meisten dürften sich mittlerweile mental auf die unpraktische Jahreszeit eingestellt haben. Alles dauert länger. Das bloße vor die Tür gehen, weil man mehr anziehen muss. Das Laufen, weil es glatt ist. Das Fahrradfahren. Mit Bussen und Zügen gibt es auch regelmäßig Probleme. An Winterreifen mit Spikes scheiden sich übrigens die Geister in Schweden. Also nicht bei Fahrrädern sondern Autos. Studien zeigen, dass Reifen ohne “dubbar” beim Großteil der Straßenzustände genauso gut sind und dass die Abnutzung der Metallnoppen erheblich zur Feinstaubbelastung und zum Lärm in Städten beiträgt. Nichtsdestotrotz hört man seit ein paar Wochen wieder das charakteristische Knistern auf den Straßen. Ebenfalls zurückgekehrt sind die ersten Weihnachtsbeleuchtungen und was sonst noch so dazu gehört. Erfreulicherweise fängt man in Schweden nicht schon im Oktober an, sondern erst kurz vor Dezember. Heute morgen hätte es mich beinahe hingelegt, weil ich einen langsameren Radfahrer überholen wollte und deswegen die schmale ausgefahrene Spur im Eis verlassen hatte. Ein, zwei, manchmal auch drei Stürze pro Winter gehören dazu, wenn man sich von ein wenig Eis nicht vom Radfahren abhalten lässt.

Der Dom im Nebel

Der Dom im Nebel. Am Samstag aufgenommen, als ich seit langem wieder einmal mit Stativ in der Stadt unterwegs war.

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